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Schock bei ZF Friedrichshafen: Bis zu 14.000 Stellen in Gefahr!

ZF Friedrichshafen, ein bedeutender Autozulieferer mit Sitz in Friedrichshafen, steht vor umfassenden Umstrukturierungen, die voraussichtlich zwischen 11.000 und 14.000 Stellen in Deutschland kosten werden. Dies ist eine Reaktion auf hohe Schulden und massive Herausforderungen in der Automobilindustrie. Konzernchef Holger Klein gab ein Update über die geplanten Sparmaßnahmen und erkannte die Sorgen der Belegschaft an, betonte jedoch, dass der drastische Stellenabbau sozialverträglich erfolgen soll, wie merkur.de berichtete.

Die Neustrukturierung des Unternehmens wird auch eine Auslagerung der Antriebssparte beinhalten. Bisher wurden bereits 4.000 Stellen durch natürliche Fluktuationen, Renteneintritte und die Senkung der wöchentlichen Arbeitszeit abgebaut. Angesichts eines Verlusts von fast einer Milliarde Euro von 2023 auf 2024 bleibt für das Geschäftsjahr 2024 die Zahlung einer Erfolgsbeteiligung an die Mitarbeiter aus. ZFs Umsatz betrug im vergangenen Jahr 41,4 Milliarden Euro, was einem Rückgang von etwa 11% entspricht, während das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) auf rund 1,5 Milliarden Euro gefallen ist.

Finanzielle Herausforderungen und Ausblick

Die finanziellen Schwierigkeiten von ZF sind zum Teil auf hohe Rückstellungen für Umbaukosten in Höhe von rund 600 Millionen Euro zurückzuführen. Im Jahr 2023 verzeichnete das Unternehmen noch einen Gewinn von 126 Millionen Euro. Holger Klein verdeutlichte den enormen Druck, unter dem sowohl die Branche als auch ZF stehen, und kündigte an, dass das Unternehmen Maßnahmen zur Kostenreduktion einleiten muss, um profitabler zu werden, wie rnd.de berichtete.

Für 2025 wird ein Umsatz von über 40 Milliarden Euro bei stabilen Wechselkursen prognostiziert. Dennoch wird für das laufende Geschäftsjahr keine Besserung der Situation erwartet. Zum 31. Dezember 2024 beschäftigte ZF weltweit etwa 161.631 Mitarbeiter, was einem Rückgang von rund 4% im Vergleich zum Vorjahr entspricht. In Deutschland ist die Mitarbeiterzahl um gut 4% auf etwas mehr als 52.000 gesunken.