DeutschlandWerra-Meißner-Kreis

Sicherheit im Tunnel: So reagieren Sie richtig bei Panne und Stau!

Die Verkehrsinfrastruktur im Werra-Meißner-Kreis hat durch den Bau der Autobahn 44, einschließlich des Hirschhagen-Tunnels, eine wesentliche Erweiterung erfahren. Mit einer Länge von 4,1 Kilometern ist der Hirschhagen-Tunnel der zweitlängste Autobahntunnel Deutschlands und wurde als entscheidende Verbindung zwischen den Benelux-Staaten im Westen und Polen im Osten konzipiert. Der Tunnel ist Teil einer umfassenden Baumaßnahme, die seit 2013 in Angriff genommen wurde und auf geologische Herausforderungen, wie schwache Bodenverhältnisse, reagiert.

Die Tunnelleitzentrale in Eschwege überwacht den Betrieb des Hirschhagen-Tunnels, einschließlich CO-Messungen und Branderkennung. Die Polizei hat nun wichtige Tipps veröffentlicht, wie sich Verkehrsteilnehmer bei Staus, Pannen oder Unfällen im Tunnel verhalten sollten. Es wird empfohlen, beim Befahren eines Tunnels das Abblendlicht einzuschalten und sowohl die Höchstgeschwindigkeit als auch den Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug zu beachten. Verkehrszeichen und Ampeln müssen unbedingt beachtet werden, während das Radio zur Information über Verkehrsfunksendungen eingeschaltet sein sollte.

Empfohlene Verhaltensweisen im Tunnel

Bei einem Stau sollten Autofahrer den Warnblinker einschalten und eine Rettungsgasse bilden. Bei zwei Fahrstreifen ist es ratsam, die Fahrzeuge an den Fahrbahnrand zu bewegen, um in der Mitte Platz zu schaffen. Ein ausreichender Abstand zum vorderen Fahrzeug ist erforderlich, und bei längerem Stillstand sollte der Motor abgestellt werden. Das Verlassen des Fahrzeugs ist im Tunnel nicht empfehlenswert, außer in Ausnahmefällen, beispielsweise nach einem Unfall.

Im Falle eines Unfalls im Tunnel sind die allgemeinen Unfallverhaltensregeln gemäß Paragraf 34 StVO zu beachten. Es sollte eine Unfallstelle markiert und, wenn möglich, eine Haltebucht angesteuert werden. Zudem ist das Tragen einer Warnweste notwendig, falls das Fahrzeug verlassen wird, und die Unfallstelle ist mit einem Warndreieck abzusichern. Handyempfang ist im Tunnel gesichert, sodass im Notfall umgehend Hilfe gerufen werden kann.

Zusätzlich sollten im Falle eines Brandes im Tunnel die Sicherheitsabstände zum Feuer gewahrt, das Fahrzeug am rechten Fahrbahnrand abgestellt und der Motor abgeschaltet werden. In diesem Fall muss das Fahrzeug verlassen und der Tunnel über den Notausgang verlassen werden, während der Feueralarm über eine Notrufstation ausgelöst werden kann. Bei einem qualmenden Fahrzeug besteht die Möglichkeit, entweder aus dem Tunnel zu fahren oder es in einer Pannenbucht abzustellen.

Die Tunnelleitzentrale entscheidet über Sperrungen des Tunnels bei Unfällen oder Staus, und gegebenenfalls kann die Einfahrt durch Ampeln oder Schranken verboten werden. Bisher gab es in den Tunneln des Werra-Meißner-Kreises keine größeren Schadensereignisse, was die Sicherheitsvorkehrungen und das Management in der Tunnelleitzentrale unterstreicht.

Für weitere Informationen über den Hirschhagen-Tunnel und seine Bauweise können Interessierte die Details auf tunnels-infrastructures.com nachlesen, während die Polizei Tipps zum Verhalten im Tunnel auf HNA.de bereitstellt.