
Die Stadtverwaltung Schwäbisch Gmünd hat ehrgeizige Pläne zur Sanierung des Quartiers westlich des ZOB (Zentraler Omnibusbahnhof) vorgestellt. Ziel ist es, eine Neustrukturierung und Nutzungsdurchmischung zu erreichen sowie neuen Wohnraum zu schaffen. Das Projekt beinhaltet auch die Aktivierung von Leerständen und die Aufwertung des bestehenden Gewerbegebiets. Die geplante Umsetzung soll bis zum 31. Dezember 2034 erfolgen.
Vorbereitende Untersuchungen der Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH, die rund 100 Seiten umfassen, enthalten verschiedene Maßnahmen und Vorschläge. Allerdings bleibt unklar, welche der vorgeschlagenen Maßnahmen tatsächlich umgesetzt werden können, da die Stadt Gmünd nur einen Bruchteil der betroffenen Grundstücke besitzt. Ein besonders sensibles Thema ist das Bifora-Areal am Stadteingang West, das unter Denkmalschutz steht.
Förderung durch Bundes- und Landesmittel
Das Gebiet „Westliches Stadttor“ wurde in das Bund-Länder-Programm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung (WEP)“ aufgenommen, was ihm finanziellen Rückhalt verschafft. In diesem Rahmen wurde ein Gesamtförderrahmen von rund 2,8 Millionen Euro bewilligt. Die Finanzierung erfolgt zu etwa 60 % durch Land und Bund, die zusammen 1,7 Millionen Euro bereitstellen, während die Stadt Schwäbisch Gmünd einen Eigenanteil von 1,13 Millionen Euro aufbringt.
Um die Öffentlichkeit über die Fortschritte und Pläne zu informieren, findet am kommenden Mittwoch eine Sitzung des Klima-, Umwelt-, Energie- und Bauausschusses im Rathaus statt.
Der denkmalschutzrechtliche Aspekt spielt in diesem Kontext eine bedeutende Rolle. Wie von [städtebaufoerderung.info](https://www.staedtebaufoerderung.info/DE/WeitereProgramme/StaedtebaulicherDenkmalschutz/staedtebaulicherdenkmalschutz_node.html) berichtet, ist der Erhalt historischer Ensembles wie Straßenzügen, Plätzen und Stadtquartieren ein zentrales Ziel des städtebaulichen Denkmalschutzes. Dies fördert nicht nur die Erhaltung historischer Stadtkerne, sondern unterstützt auch die Entwicklung lebendiger Orte für Wohnen, Arbeit und Freizeit. Der Bundesförderansatz enthält Richtlinien zur Stärkung der örtlichen mittelständischen Wirtschaft und legt den Fokus auf Maßnahmen, die eine positive Wirkung auf die touristische Attraktivität haben.