
In Suhl setzt sich der Oberbürgermeister André Knapp (CDU) für die Bildung eines Oberzentrums mit lediglich vier Städten ein. Knapp plant, die neue Landesregierung zu einem Gespräch darüber einzuladen. Diese Entwicklung folgt auf die Entscheidung der vorherigen Landesregierung, ein neues Südthüringer Oberzentrum mit insgesamt sechs Städten zu schaffen, was gegen den Willen von Suhl, Zella-Mehlis, Oberhof und Schleusingen geschehen ist.
Die vier genannten Städte arbeiten bereits seit mehreren Jahren an einem gemeinsamen Oberzentrum, ohne die Städte Meiningen und Schmalkalden in ihre Planungen einzubeziehen. Knapp kritisierte in diesem Zusammenhang die beträchtliche räumliche Distanz zu diesen beiden Städten. Während Schleusingen, Suhl, Zella-Mehlis und Oberhof gemeinsame Gemeindegrenzen haben, bleibt die Zusammenarbeit mit Meiningen und Schmalkalden bisher unberücksichtigt.
Intensive Zusammenarbeit der vier Städte
Ein Oberzentrum würde den beteiligten Städten besondere Förderungen vom Land sichern. Im letzten Jahr haben die vier Städte ihre Kooperation weiter intensiviert. So wurde unter anderem ein Veranstaltungskalender erstellt und eine Webseite zur Information über die gemeinsame Arbeit eingerichtet. In diesem Rahmen wurden auch Veranstaltungen gemeinsam organisiert, wie zuletzt das „Vereinsgeflüster“, an dem 70 Vertreter regionaler Vereine teilnahmen. Thema dieser Veranstaltung war die Social Media Arbeit von Vereinen.
Die Entscheidung der alten Landesregierung, Meiningen und Schmalkalden in die Planungen eines Oberzentrums einzubeziehen, stößt auf Widerstand, da diese beiden Städte derzeit von den gemeinsamen Projekten der vier anderen Städte ausgeschlossen sind, wie [MDR](https://www.mdr.de/nachrichten/thueringen/sued-thueringen/index.html) berichtete. Weiterführende Informationen zu dem geplanten Oberzentrum finden sich auch auf [Oberzentrum Südthüringen](https://oberzentrum-suedthueringen.de/das-oberzentrum-suedthueringen/).