BerlinDeutschlandPolitikTempelhof-Schöneberg

Wahlchaos in Tempelhof-Schöneberg: CDU-Kandidat fordert Neuauszählung!

Der CDU-Kandidat Jan-Marco Luczak hat eine neue Auszählung der Stimmen im Wahlkreis Tempelhof-Schöneberg beantragt. Dieser Schritt folgt auf das knappe Ergebnis der Bundestagswahl, bei der Luczak 61 Erststimmen weniger erhielt als der grüne Kandidat Moritz Heuberger. Trotz seiner sicheren Listenwahl in den Bundestag möchte Luczak Gewissheit über die Richtigkeit des Wahlergebnisses.

In zwei Urnenwahllokalen und einem Briefwahllokal sind Unstimmigkeiten festgestellt worden. Ein besonderes Augenmerk liegt auf einem Wahllokal, in dem der FDP-Kandidat auffällig viele Erststimmen im Vergleich zum Rest des Wahlkreises erhielt. Zusätzlich bekam Luczak im Briefwahllokal weniger Stimmen als in dem entsprechenden Urnenwahllokal. Ein Beobachter berichtete zudem von einer falschen Auszählung in einem weiteren Wahllokal. In seinem Antrag fordert Luczak die Auszählung der drei genannten Wahllokale sowie des gesamten Wahlkreises, dessen Ausgang für die Mandatsverteilung im Deutschen Bundestag entscheidend ist. Bei der Bundestagswahl erzielte Heuberger 24,7 Prozent der Erststimmen, während Luczak 24,6 Prozent erreichte.

Frühere Erfolge und Nominierung

Luczak wurde bereits am 26. September 2020 bei der Wahlkreisversammlung der CDU in Tempelhof-Schöneberg zur Bundestagswahl 2021 mit fast 90 Prozent für den Wahlkreis nominiert. In den letzten drei Wahlen konnte er seinen Sitz erfolgreich verteidigen. In seiner vierten Kandidatur wird er gegen Renate Künast von den Grünen und Kevin Kühnert von der SPD antreten. Luczak zeigte sich erfreut über das Ergebnis seiner Nominierung und bedankte sich für das entgegengebrachte Vertrauen. In seiner Rede verwies er auf die bisherigen Erfolge der CDU in Tempelhof-Schöneberg und betonte, dass die CDU weiterhin eine starke Stimme für die Bürger sein wolle, wobei er auch Kühnerts Äußerungen zur sozialdemokratischen Prägung des Wahlkreises zurückwies. Luczak möchte den Unterschied zwischen ideologischer Politik und seinem bürgerlichen Ansatz für Freiheit und Eigenverantwortung herausstellen und sieht sich motiviert in den Wahlkampf.

Die Entwicklungen rund um die Auszählung und Luczaks Nominierung zeigen die Bedeutung des Wahlkreises Tempelhof-Schöneberg und die Herausforderungen, die mit der Wahl verbunden sind, wie t-online.de berichtete. In einem aktuellen Artikel auf luczak-berlin.de wurden zudem die bisherigen Erfolge und die Motivation für den kommenden Wahlkampf dargestellt.