
Am Mittwoch erhielten 223 Absolventinnen und Absolventen der Hochschule für den öffentlichen Dienst im Fachbereich Polizei in Fürstenfeldbruck ihre Diplome. Dieser Abschluss markiert einen wichtigen Schritt für die neuen Polizeiführungskräfte, die nun zur Kommissarin oder zum Kommissar ernannt werden. Hochschulpräsident Ingbert Hoffmann betonte die Bedeutung dieser neuen Führungskräfte für die Polizei in Bayern.
Staatssekretär Sandro Kirchner unterstrich, dass die gut ausgebildeten Absolventen entscheidend für die Zukunft der Polizei sind. Ersin Erol, Vertreter der Diplomierten, erläuterte die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen und im Polizeidienst einen positiven Einfluss zu haben. Zudem hob Erol die Wichtigkeit von Teamarbeit und Zusammenhalt in der Polizeiarbeit hervor.
Wichtige Aussagen und Einblicke
Nicole Joos, Sprecherin der Absolventen, stellte ein Rätsel über den Unterrichtsstoff auf und betonte die Gemeinschaft unter den Studierenden. Kirchner bezeichnete die Polizei als „Wächter der Demokratie“ und betonte die Balance zwischen Sicherheit und Freiheit. Er riet den neuen Führungskräften, respektvoll mit den Menschen umzugehen. Hoffmann verglich die Ausbildung mit einem Raumschiff und sprach die Herausforderungen an, die die polizeiliche Praxis mit sich bringt. Er lobte außerdem den Notendurchschnitt des Jahrgangs als einen der besten in der Geschichte der Hochschule. Die dritte Bürgermeisterin Birgitta Klemenz erinnerte an die Bedeutung der Polizeiarbeit für das Gemeinwohl und wünschte den zukünftigen Kommissaren Freude am Dienst.
Zusätzlich sucht das Bundeskriminalamt (BKA) regelmäßig Spezialistinnen und Spezialisten für den höheren Kriminaldienst. Voraussetzungen für die Bewerbung sind ein abgeschlossenes Masterstudium oder ein gleichwertiger Abschluss, wie beispielsweise Magister oder Diplom. Der Vorbereitungsdienst für den höheren Kriminaldienst dauert 28 Monate und umfasst sowohl praktische als auch theoretische Ausbildungsinhalte. BKA-Dienstorte befinden sich in Wiesbaden, Meckenheim (bei Bonn) und Berlin.
Nach dem Vorbereitungsdienst erfolgt die Ernennung zur Kriminalrätin oder zum Kriminalrat in Besoldungsgruppe A13. Für die Einstellung sind unter anderem die deutsche Staatsangehörigkeit, ein Führerschein der Klasse B sowie gesundheitliche Anforderungen notwendig. Bewerbungen für diese Stellen sind üblicherweise ab Herbst des Vorjahres möglich, mit der häufigsten Einstellung zum 1. Juni. Das Auswahlverfahren umfasst psychodiagnostische Tests, Assessment-Center, Interviews und ärztliche Untersuchungen. Das BKA fördert aktiv die Gleichstellung von Frauen und Männern und legt besonderen Wert auf Bewerbungen von Frauen.