Wissenschaft

Vatikan diskutiert Kinder- und Jugendschutz im Zeitalter der KI!

Die Päpstliche Akademie der Wissenschaften hat kürzlich ihre Besorgnis über die Risiken von Künstlicher Intelligenz (KI) für Kinder und Jugendliche zum Ausdruck gebracht. Joachim von Braun, Präsident der Akademie, betonte die Notwendigkeit einer Regulierung von KI. Er sieht sowohl Risiken als auch Chancen, insbesondere im Bildungssektor für den globalen Süden. Um diesen Themen Rechnung zu tragen, wird im Vatikan in den kommenden Tagen eine Konferenz stattfinden, die ein Regelwerk zu KIs Auswirkungen auf junge Menschen skizzieren soll.

In diesem Kontext wurde ein Bildungsprojekt zwischen dem Vatikan und Microsoft vorgestellt, das den Petersdom in das Spiel Minecraft integriert. Von Braun schlug vor, selektive Handyverbote und Altersgrenzen für die Nutzung von KI unter 14 Jahren einzuführen. Zudem kritisierte er die EU für das langsame Voranschreiten bei einer Gesetzesvorlage, die Kinder vor dem Missbrauch von KI schützen soll.

Konferenz zu Risiken und Chancen von KI

Die Konferenz mit dem Titel „Risiken und Chancen von KI für Kinder“ findet vom 22. bis 24. März in den Vatikanischen Gärten statt. Sie bringt Wissenschaftler, Kirchenvertreter, Wirtschaftsvertreter und Jugendliche zusammen, um über den Kinderschutz im Kontext von KI zu diskutieren. Ein vorläufiges Statement, das am Samstag verabschiedet wird, fordert Regelwerke zur Verhinderung von aggressiver Manipulation und der Abhängigkeit von sozialen Medien. Von Braun fordert zudem mehr Gehör für Plattformen, auf denen sich junge Menschen versammeln, und spricht sich für die Einrichtung eines KI-Gremiums als Berater für Bischofskonferenzen aus.

In einem weiteren Zusammenhang wird KI auch als ein wichtiges Instrument für den Kinder- und Jugendmedienschutz betrachtet. Hintergrundinformationen zu diesem Thema finden sich in einem Dokument, das umfassende Ansätze zur Nutzung von KI im Sinne des Schutzes junger Menschen behandelt, wie bzkj.de berichtet.