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Chemnitz 2025: Kulturhauptstadt begeistert mit 1000 Veranstaltungen!

Im Jahr 2025 wird Chemnitz die Auszeichnung als Kulturhauptstadt Europas tragen. Unter dem Motto „C the Unseen“ plant die Stadt über 1000 Veranstaltungen, um Kunstinteressierte aus dem In- und Ausland anzuziehen. Chemnitz, früher bekannt als „Manchester Sachsens“, hat trotz seiner kulturellen Geschichte immer im Schatten von Städten wie Dresden und Leipzig gestanden. Bedeutende Künstler wie Henry van de Velde und Karl Schmidt-Rottluff haben jedoch schon lange zur kulturellen Entwicklung der Stadt beigetragen.

Die Entscheidung zugunsten Chemnitz‘ als Kulturhauptstadt fiel im Oktober 2020, nachdem andere Städte wie Nürnberg und Hannover nicht ausgewählt wurden. Das Ziel der Kulturhauptstadt ist es, die „stille Mitte“ zu aktivieren und der gesellschaftlichen Radikalisierung entgegenzuwirken. Dazu wurde ein umfassendes Programmbuch mit rund 440 Seiten erstellt, das mehr als 200 Projekte und 1000 Veranstaltungen umfasst, wie Monopol Magazin berichtete.

Höhepunkte und Veranstaltungen

Die Auftaktveranstaltung des Kulturhauptstadtjahres findet am 18. Januar 2025 statt, wobei mit einer Besucherzahl von 70.000 bis 100.000 zur Eröffnung gerechnet wird. Zu den geplanten Veranstaltungen gehören ein Marathonlauf, eine grenzüberschreitende Radtour, eine Tanz-Entdeckungsreise sowie das Demokratiefestival Kosmos. Ein ehemaliges Braunkohlekraftwerk wird in eine Galerie für zeitgenössische Kunst umgewandelt und ein Pilot-Dokumentationszentrum wird über den NSU-Komplex informieren.

Das Budget für das Kulturhauptstadtjahr beläuft sich auf über 30 Millionen Euro, bei einer erwarteten Gesamtbesucherzahl von rund zwei Millionen, darunter viele internationale Gäste. Langfristig sind Projekte wie der „Purple Path“ mit Kunstwerken und das Ensemble Karl Schmidt-Rottluff, das als neues Museum und Veranstaltungsort dienen soll, eingeplant.

Städtische Transformation

Darüber hinaus wird Chemnitz sich in den kommenden Jahren durch verschiedene städtebauliche Projekte verändern. Die Stadt plant, insgesamt 30 Interventionsbereiche zu transformieren, in denen bedeutende Bauprojekte stattfinden. Beispiele sind die traditionelle Hartmann-Fabrik, die in ein Besucherzentrum der Europäischen Kulturhauptstadt umgewandelt wird, und ein neuer Stadtpark, der auf einem ehemaligen Bahngelände entlang des renaturierten Pleißenbachs entstehen soll. Für diese Bauprojekte sind etwa 30 Millionen Euro vorgesehen, unterstützt durch zusätzliche Förderprogramme im selben Umfang, was insgesamt ein Investitionsvolumen von rund 60 Millionen Euro ergibt, wie Chemnitz.de berichtete.