
In einer jüngsten Aktion zur Förderung des Breitbandausbaus in Baden-Württemberg übergab Digitalisierungsminister Thomas Strobl in Stuttgart Förderbescheide im Gesamtvolumen von 207.277.828,50 Euro. Ziel dieser Maßnahme ist es, Baden-Württemberg als digitale Spitzenregion zu positionieren und ein flächendeckendes Gigabitnetz aufzubauen. Seit 2016 wurden insgesamt 3,2 Milliarden Euro für den Breitbandausbau bereitgestellt, wobei das Gesamtfördervolumen 6,73 Milliarden Euro beträgt, bestehend aus 3,2 Milliarden Euro vom Land und 3,53 Milliarden Euro vom Bund.
Im Rahmen dieser Initiative erhalten 21 Institutionen aus 17 Landkreisen Förderbescheide, die die Schaffung von rund 37.460 neuen Teilnehmeranschlüssen ermöglichen. Diese umfassen unter anderem 18 Anschlüsse für Schulen, 2.514 Anschlüsse für Unternehmen sowie 45 Anschlüsse für öffentliche Einrichtungen. Besonders hervorzuheben ist die höchste Fördersumme für das Einzelprojekt der OEW Breitband GmbH, das 57.924.182,40 Euro für den Breitbandausbau in mehreren Gemeinden im Alb-Donau-Kreis erhält. Insgesamt belaufen sich die Gesamtinvestitionen dieses Projekts auf etwa 144,8 Millionen Euro, wobei der Bund 50% der Kosten übernimmt. Die Gemeinde Römerstein erhält einen Förderbescheid über rund 2,3 Millionen Euro und plant den Ausbau der Datennetze gemeinsam mit OEW Breitband. Bürgermeisterin Anja Sauer betont dabei die Stärkung der örtlichen Infrastruktur und die Bedeutung des Projekts für die Gemeinde.
Zusätzliche Förderprojekte in Baden-Württemberg
Zusätzlich zu den bereits erwähnten Förderungen gab die baden-württembergische Landesregierung bekannt, dass mehr als 36 Millionen Euro für den Breitbandausbau in den kommenden zwei Jahren bereitgestellt werden sollen, vorausgesetzt, es erfolgt ein Landtagsbeschluss. So wurden am 3. Dezember 2024 insgesamt 13 Zuwendungsbescheide überreicht, die eine Gesamtsumme von 36,37 Millionen Euro für zehn Zuwendungsempfänger aus zehn Landkreisen umfassen.
Im Zuge dieser Fördermaßnahmen entstehen 6.985 neue Breitbandanschlüsse, darunter 6 für Schulen, 326 für Unternehmen und 7 für öffentliche Einrichtungen sowie 12 für schwer erreichbare Grundstücke. Die höchste Fördersumme von 12,43 Millionen Euro fließt an den Zweckverband Breitbandversorgung im Landkreis Ravensburg, der damit den FTTB-Ausbau in Bad Wurzach vorantreibt. Überdies erhalten die Gemeinde Oberreichenbach (2,38 Millionen Euro) und die Stadt Tengen (4,6 Millionen Euro) sowie die Breitband Ortenau GmbH & Co. KG (3,68 Millionen Euro) Fördermittel für verschiedene Projekte.
Insgesamt ist seit 2016 eine Förderung für 3.629 Projekte in Baden-Württemberg erfolgt, summierend auf 6,38 Milliarden Euro, wovon 2,87 Milliarden Euro vom Land und 3,51 Milliarden Euro vom Bund stammen. Geplant sind weitere 1,1 Milliarden Euro für die Breitbandförderung im Doppelhaushalt 2025/2026.
Diese umfassenden Schritte zur Verbesserung der digitalen Infrastruktur in Baden-Württemberg sind entscheidend für die zukünftige Entwicklung der Region und sollen die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Breitbandausbau schaffen, wie [schwaebische.de](https://www.schwaebische.de/regional/ulm-alb-donau/laichingen/millionen-vom-land-fuer-breitband-auf-der-alb-3359213) und [baden-wuerttemberg.de](https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/mehr-als-36-millionen-euro-fuer-breitbandausbauprojekte) berichteten.