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Stromausfall in Sigmaringen: Supermärkte kämpfen um Notstrom!

Ein massiver Stromausfall! Das ist das Szenario, mit dem die Menschen in Bad Saulgau und Sigmaringen möglicherweise konfrontiert werden könnten. Welche Supermärkte bleiben geöffnet und welche Maßnahmen wurden ergriffen, um solche Krisen zu bewältigen? Dieses Problem wurde nicht nur theoretisch diskutiert, sondern hat bereits praktische Sorgen bereitet. Spannend ist, dass das Kaufland in Bad Saulgau und das E-Center Sigmund in Sigmaringen die einzigen Supermärkte im Kreis Sigmaringen sind, die laut gesetzlicher Vorgaben auch bei einem weitreichenden Blackout offen bleiben können.

Dank Notstromaggregaten stehen diese Supermärkte gut da, zumindest für kürzere Stromausfälle. Eine Sprecherin von Kaufland hat betont, dass die Mehrheit der Filialen für einige Stunden Notstrom bereitstellen kann. Doch Karl-Heinz Dumbeck, der erfahrene Feuerwehrkommandant aus Bad Saulgau, hebt hervor, dass es immer noch ungelöste Herausforderungen gibt. Eine zentrale Frage dreht sich um die Versorgung mit ausreichend Treibstoff für diese Generatoren. Er warnt, dass, solange Kaufland einer der wenigen offenen Märkte bleibt, das Risiko von Unruhen steigen könnte, wie Schwäbische.de berichtet.

Märkte auf den Ernstfall vorbereiten

Die Supermärkte arbeiten eng mit Bund, Ländern und Kommunen zusammen, um für länger andauernde Stromausfälle gewappnet zu sein. Bei Problemen mit der Kühlkette, etwa von Tiefkühlprodukten, planen sowohl Kaufland als auch Edeka, die betroffene Ware zu entsorgen, um Sicherheitsrisiken zu vermeiden. In Sigmaringen wurden kürzlich die Batterien erneuert und eine PV-Anlage auf dem Dach installiert, um die Notstromversorgung zu maximieren.

Supermärkte mit einer Fläche von mindestens 2000 Quadratmetern sind gesetzlich dazu verpflichtet, eine Sicherheitsstromversorgung einzurichten. Das soll gewährleisten, dass sicherheitstechnische Anlagen auch bei Stromausfall weiterhin funktionsfähig bleiben. Doch ob alle Märkte im Kreis Sigmaringen diese Vorgaben bereits umsetzen, bleibt offen.

Planungen für den Notfall

Die Stadt Bad Saulgau hat vorausschauend einen umfassenden Notfallplan etabliert, der nicht nur auf die Grundversorgung, sondern auch auf potenzielle weitere Krisensituationen vorbereitet ist. Notstromaggregate wurden strategisch in der Stadt verteilt, damit Einrichtungen wie Wasserversorgung, Notrufzentralen und Hallen als Anlaufstellen weiterhin betrieben werden können. Die Stadt arbeitet zudem an der Entwicklung von Notfalltreffpunkten für Bürger.

Erfahrungen aus vergangenen Stromausfällen flossen in die Planungen ein. Zuvor erlebte Stromausfälle, die Teile der Innenstadt von Bad Saulgau betrafen, dienten als lehrreiche Vorboten. Karl-Heinz Dumbeck erinnert, wie diese Ereignisse einen kleinen Vorgeschmack auf ernsthaftere Szenarien bieten könnten. Dumbeck unterstreicht die Bedeutung dieser Lektionen für eine effektive Krisenbewältigung.