Nordsachsen

Kakerlakenalarm in Mockrehna: Wohnblock droht zur Gesundheitsfalle!

In Mockrehna, einem Ortsteil an der B87, wird in einem Wohnblockviertel mit über 170 Wohneinheiten ein erheblicher Befall von Kakerlaken, Bettwanzen und anderen Schädlingen gemeldet. Bürgermeister Peter Klepel bewertet die Situation als nicht tolerierbar. Neben den Schädlingen verstärken auch Lärm- und Müllprobleme das Anliegen der Bewohner.

Ein spezifischer Aufgang in einem der vier Wohnblöcke gilt als Epizentrum des Kakerlakenbefalls. Um der Problematik entgegenzuwirken, fand am Dienstag ein Krisengespräch statt, an dem Wohnungsverwalter, Wohnungseigentümer sowie Vertreter der Diakonie, Polizei und der Ortsvorsteher Bernhard Wagner (CDU) teilnahmen. Während dieses Gespräches wurde erörtert, ob der betroffene Aufgang leergezogen werden sollte, um effektiver gegen die Schädlinge vorzugehen. allerdings ist die Zustimmung aller Wohnungseigentümer erforderlich, um den Insekten keine Rückzugsmöglichkeiten zu bieten.

Gesundheitsamt und künftige Maßnahmen

Bürgerpolizist Olaf Prautzsch betonte, dass punktuelle Maßnahmen nicht ausreichen würden, und Bürgermeister Klepel plant, das Gesundheitsamt des Landkreises einzuschalten. Bei einem ersten Kontakt sah das Gesundheitsamt jedoch keinen Handlungsbedarf. Ein weiteres Gespräch auf Dezernentenebene mit dem Gesundheitsamt ist für Mittwoch angesetzt.

Der Schadinsektenbefall war ein zentrales Thema des Krisengipfels, der ursprünglich zur Lösung sozialer Spannungen zwischen Mietern und Wohnungseigentümern einberufen wurde. Die angrenzenden vier Wohnblöcke liegen an der viel befahrenen B87. Die mobile Kinder- und Jugendarbeit der Diakonie wird künftig ebenfalls in Mockrehna aktiv sein, um die Situation vor Ort zu beobachten. Teilnehmer des Krisengesprächs appellierten an das Jugendamt, die Lage in den Blöcken im Blick zu behalten.

Silvia Dahms, die für einen Privatmann die Verwaltung mehrerer Wohnungen übernommen hat, berichtet von zahlreichen zusätzlichen Aufgaben, während Hausmeister Thomas Herre für seine engagierte Arbeit gelobt wird, jedoch ebenfalls mit der Schädlingsproblematik zu kämpfen hat. Kakerlaken gelten als gesundheitsschädigend und können verschiedene Krankheiten übertragen. Herre warnt: „Die Schädlingseier können durch das Betreten des Aufgangs mit nach Hause genommen werden.”

Um Kinder und Familien besser zu unterstützen, gibt es Überlegungen, neue Spielmöglichkeiten sowie einen Treffpunkt für Familien zu schaffen. Die Diakonie prüft zurzeit Fördermöglichkeiten für diese Projekte. Die Gemeinde sieht sich in der Rolle eines Vermittlers, da die Wohnblöcke privatisiert wurden.

Angesichts der gesundheitlichen Risiken warnt die Recherche auf versicherungsvergleich1.com zudem über die Wichtigkeit der Meldung von Kakerlakenbefall. Kakerlaken gelten als unhygienisch und sind Überträger von Krankheitserregern. Bei schnellem Befall kann sich die Verbreitung von Krankheiten beschleunigen. Viele Länder haben spezifische Regelungen zur Meldepflicht eingeführt, die zum Schutz der öffentlichen Gesundheit dienen und schnellere Maßnahmen zur Schädlingsbekämpfung ermöglichen.