
In Delitzsch stehen zahlreiche Bauvorhaben an, die die Stadtentwicklung prägen sollen. Ein privater Investor plant die Schaffung neuer Wohnbaugebiete, insbesondere im nordöstlichen Stadtrand. Am Werbener Teich, zwischen Werbener Straße und Lauesche Straße, sind circa sechs Baugrundstücke auf rund 3000 Quadratmetern vorgesehen. Der Stadtrat wird am 27. März über Änderungen des Bebauungsplans von 1997 für das Wohngebiet Am Werbener Teich entscheiden. Bereits im vergangenen Sommer wurde ein Vorentwurf genehmigt. Die unbebauten Flurstücke befinden sich derzeit als Rasenfläche in einem brachliegenden Zustand und sind rechtlich nicht als Grünfläche nutzbar, wie die LVZ berichtete.
Zusätzlich sind weitere Baugebiete in Delitzsch in Planung oder im Bauleitverfahren, die mehrere Monate bis Jahre in Anspruch nehmen können. Möglicherweise könnte bereits 2026 Baurecht für das Baugebiet „Döbernitzer Weg“ geschaffen werden, wo Grundstücke zwischen 700 und 900 Quadratmetern für mindestens zehn Einzelhäuser vorgesehen sind. Der Erschließungs- und Vermarktungsbeginn für das Baugebiet „Schenkenberg“ ist noch nicht festgelegt; hier sollen Grundstücke von 500 bis 1000 Quadratmetern entstehen. Außerdem sind in der „Ehrenbergsiedlung“ an der Halleschen Straße Baugrundstücke von 500 bis 1000 Quadratmetern geplant, wo voraussichtlich in diesem Jahr Baurecht geschaffen werden könnte.
Forschung und Entwicklung in Delitzsch
Im Rahmen der Stadtentwicklung hat der Stadtrat von Delitzsch auch den Entwurf des Bebauungsplans Nr. 45 „Forschungs- und Transfercampus Chemie – CTC“ – Teilbereich „Nord“ gebilligt. Dies wurde am 18. Dezember 2024 beschlossen. Der Plan unterstützt die Entwicklung eines Forschungszentrums auf einer seit 2004 brachliegenden Fläche mit dem Hauptsitz des Center for the Transformation of Chemistry (CTC). Der Bebauungsplan, der gemäß § 30 Abs. 1 BauGB aufgestellt wird, bezieht sich auf Grundstücksnutzungen und Verkehrsanbindungen sowie Umweltaspekte, wie die Stadt Delitzsch berichtet.
Die Planungen zielen darauf ab, einen hochwertigen Forschungscampus zu entwickeln und qualifizierte Arbeitsplätze zu schaffen, wobei die ökologische Integration des Gebiets in die Landschaft von zentraler Bedeutung ist. Der Geltungsbereich I des Bebauungsplans umfasst etwa 21 Hektar und liegt südwestlich des Stadtkerns, nördlich der B184. Ein zweiter Geltungsbereich nordöstlich des CTC soll naturräumlichen Ausgleich schaffen. Die öffentliche Auslegung des Entwurfs erfolgt bis zum 24. Februar 2025, wobei Hinweise und Anregungen während dieser Frist digital oder schriftlich eingereicht werden können.