
Die Pegelstände der Ostsee in Mecklenburg-Vorpommern sind zurzeit ein heiß diskutiertes Thema. Berichte, insbesondere von der Ostsee-Zeitung, beleuchten die Lage an verschiedenen Messstationen, darunter Wismar, Warnemünde, Althagen, Barth, Stralsund, Sassnitz und Greifswald. In diesem Zusammenhang werden auch wichtige Begriffe wie „Mittleres Niedrigwasser“ (MNW) und „Mittleres Hochwasser“ (MHW) erklärt.
Für Warnemünde wird ein durchschnittlicher Tiefstwert (MNW) von 407 cm und ein durchschnittlicher Höchstwert (MHW) von 617 cm, berechnet über den Zeitraum vom 1. November 2010 bis zum 31. Oktober 2020, genannt. Historische Extremwerte zeigen, dass der höchste Hochwasserstand (HHW) in Warnemünde am 13. November 1872 mit 770 cm und der niedrigste Wasserstand (NNW) am 18. Oktober 1967 mit 332 cm gemessen wurde.
Sturmflut-Klassen und Warnsystem
An der deutschen Ostseeküste werden Sturmfluten in verschiedene Klassen eingeteilt: Eine Sturmflut wird als leicht betrachtet, wenn der Wasserstand 1,00 bis 1,25 m über dem mittleren Wasserstand liegt, während schwere Sturmfluten 1,50 bis 2,00 m und sehr schwere sogar über 2,00 m ausmachen. Warnungen bei Hochwasser erfolgen durch verschiedene Institutionen wie Hochwasserzentralen, Bund, Länder, Kreise, Polizei oder Feuerwehr. Informationen werden über Kanäle wie Radio, Fernsehen, Lautsprecherwagen, Sirenen, Webseiten, Warn-Apps, soziale Medien, digitale Werbetafeln und persönliche Warnungen verbreitet.
In einer weiteren Analyse, die auf der Website des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie veröffentlicht wurde, wird auf die Sturmfluten an der deutschen Nordseeküste eingegangen. Während der Saison 2023/2024 gab es insgesamt 13 Sturmfluten.
Für die Ostseesturmfluten und Niedrigwasser in der Saison 2022/2023 wurden fünf Sturmfluten und zwei Niedrigwasserereignisse verzeichnet. Die Niedrigwasserstände in Flensburg lagen am 17. Februar 2023 bei 391 cm und am 7. März 2023 bei 397 cm, was jeweils als leichtes Niedrigwasser eingestuft wurde. Erste Sturmfluten in dieser Saison wurden bereits im November und Februar registriert, mit Wasserständen, die leicht über dem Mittelwasser lagerten.