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Skandalöser Fund: Krokodil in NRW einfach liegen gelassen!

Auf der Autobahn A43 in Nordrhein-Westfalen wurde ein trauriger Fund gemacht: Ein Reptil, das an ein kleines Krokodil erinnert, wurde in einer Holzkiste ausgesetzt. Der Vorfall ereignete sich, als Mitarbeiter der Straßenmeisterei Hagen das Krokodil entdeckten.

Bei dem Tier handelt es sich um einen ein Meter langen Brauen-Glattstirnkaiman, der in die Reptilienauffangstation für die Länder NRW und Hessen in Rheinberg gebracht wurde. Leider kam jede Hilfe zu spät, da das etwa sieben Jahre alte Tier bereits tot war, als es in der Auffangstation ankam. Die Umstände seines Todes sind unklar; es bleibt offen, ob das Tier noch lebte, als es in die Kiste gesetzt wurde und wie lange es dort verweilte.

Ungeklärte Umstände und rechtliche Konsequenzen

Diese beunruhigende Situation wird durch eine Reihe von Fragen kompliziert: Wer hat die Kiste abgestellt? Zwei mögliche Szenarien wurden in Erwägung gezogen, entweder wurde die Kiste direkt unter der Schilderbrücke platziert oder sie wurde vom Parkplatz dorthin getragen. Das Veterinäramt des Ennepe-Ruhr-Kreises sucht nun nach Hinweisen zu dem Vorfall.

Der Brauen-Glattstirnkaiman gehört zur Familie der Alligatoren und ist eine der kleinsten Krokodilarten. Männchen erreichen eine maximale Körperlänge von etwa 1,50 Metern, während Weibchen auf etwa 1,20 Meter kommen. Die natürliche Heimat dieser Art sind schattige Urwaldflüsse in den tropischen Regionen Südamerikas. Es ist erwähnenswert, dass der Brauen-Glattstirnkaiman eine geschützte Art ist und ihre Haltung grundsätzlich verboten ist, es sei denn, sie stammen aus einer legalen Zucht. Im Ennepe-Ruhr-Kreis liegt keine entsprechende Meldung für den Besitz eines solchen Tieres vor.

Darüber hinaus verbietet das Tierschutzgesetz das Aussetzen oder Zurücklassen von in menschlicher Obhut gehaltenen Tieren, was mit Bußgeldern von bis zu 25.000 Euro geahndet werden kann, wie [come-on.de](https://www.come-on.de/nordrhein-westfalen/tragischer-fund-kleines-krokodil-auf-nrw-autobahn-ausgesetzt-tot-kaiman-93650088.html) berichtete.

Zusätzlich werden einige Details zur Art selbst bereitgestellt. Der Brauen-Glattstirnkaiman, wissenschaftlich als Paleosuchus palpebrosus bekannt, ist bekannt für seine kurze Schnauze und den hohen, hundeartigen Schädel. Die bevorzugten Lebensräume sind überflutete Waldflächen und Galeriewälder an Flüssen, wobei sie Hügelnester aus Erde und Pflanzenmaterial bauen, die oft im Unterholz verborgen sind. Informationen zur Ernährung deuten darauf hin, dass sie wahrscheinlich Insekten, Fische und andere kleine Wirbeltiere fressen, wie [Wikipedia](https://de.wikipedia.org/wiki/Brauen-Glattstirnkaiman) feststellte.