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Sommerzeit ist zurück: Uhren umgestellt – Was bringt die Zeitumstellung?

Am 30. März 2025 fand die Zeitumstellung auf die Sommerzeit in Deutschland sowie in anderen EU-Ländern statt. Um 2.00 Uhr wurden die Uhren auf 3.00 Uhr vorgestellt, was die Gültigkeit der Mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ) bis zum 26. Oktober einläutet. Die Maßnahme zielt darauf ab, die Tageshelligkeit besser auszunutzen. Die Zeitumstellung wurde erstmals 1980 wieder eingeführt.

Für die genaue Umsetzung dieser Zeitumstellung ist die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig verantwortlich. Während die EU-Kommission bereits einen Vorschlag zur Abschaffung der Zeitumstellung unterbreitet hatte, zeigte sich jedoch bisher keine Einigung zwischen den Mitgliedstaaten. Die polnische EU-Ratspräsidentschaft ist sich zudem der begrenzten Unterstützung für diesen Vorschlag bewusst.

Problematik und politische Ansätze

Entsprechend den Berichten von Bild stellen viele Menschen fest, dass die Zeitumstellung gesundheitliche Probleme verursachen kann. Sechs Jahre nach dem ersten Vorstoß der EU-Kommission zur Abschaffung der Zeitumstellung gibt es nun erneut Bestrebungen, die Regelung zu überdenken. Eine Koalition aus CDU und SPD könnte potenziell aktiv werden, um die Sommerzeit abzuschaffen.

Dr. Jens Simon von der PTB betont, dass die technische Umsetzung einer solchen Abschaffung relativ unkompliziert wäre. Der politische Wille zur Umsetzung bleibt jedoch unklar, während die EU-Kommission die Mitgliedstaaten zu Gesprächen ermutigt. Aktuell ist die Zeitumstellung in der EU durch die Richtlinie 2000/84/EG geregelt, weshalb Änderungsanträge auf EU-Ebene erforderlich sind.