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Esperanto vereint Generationen: Treffen in Böblingen begeistert!

Am Samstag fand die Versammlung des Esperanto-Landesverbandes Baden-Württemberg im Treff am See in Böblingen statt. Teilnehmer aus verschiedenen Esperanto-Gruppen und mit unterschiedlichen Hintergründen kamen zusammen, um über die Sprache und ihre Bedeutung zu diskutieren. Alois Eder, der 84-jährige Vorsitzende des Vereins Esperanto in Baden-Württemberg, betonte die Rolle von Esperanto in der Bildung und der Freude an Sprachen. Eder, der Esperanto seit 1954 lernt, sieht großes Potenzial darin, Schüler für das Sprachenlernen zu begeistern.

Seit der Gründung der Plansprache haben schätzungsweise zwischen 5 und 15 Millionen Menschen Esperanto erlernt. Die Sprache bildet ein weltweites Netzwerk, in dem Esperantisten Kontakte pflegen, sich gegenseitig besuchen und Unterkünfte anbieten. Die digitale Technologie hat diese Kontakte weiter intensiviert. Die Böblinger Esperanto-Gruppe besteht aus vier aktiven Teilnehmern, die sich monatlich treffen, ergänzt durch vier Mitglieder, die online an den Treffen teilnehmen.

Struktur und Verbreitung von Esperanto

Ursula Niesert, die stellvertretende Vorsitzende des Esperanto-Landesverbandes, informierte über neun vergleichbare Gruppen in Baden-Württemberg. Der Verband zählt etwa 200 Mitglieder, wobei viele nicht in organisierten Gruppen leben. Insbesondere jüngere Esperantisten lernen die Sprache häufig über das Internet. Jochen Wagner, Kassier der baden-württembergischen Gruppe, hob hervor, dass Esperanto besonders leicht erlernbar ist. Historiker Konrad Fischer erläuterte, dass die Sprache entwickelt wurde, um Sprachbarrieren abzubauen und internationale Kommunikation zu fördern. Esperanto wurde 1887 von Ludwik Lejzer Zamenhof, einem Augenarzt, erfunden, und der erste Esperanto-Weltkongress fand 1905 in Boulogne, Frankreich, statt. Dieser Kongress wird jährlich veranstaltet, der nächste wird 2024 in Arusha, Tansania, stattfinden.

Wie [zamenhof.info](https://zamenhof.info/de/esperanto) berichtet, ist Esperanto die am weitesten verbreitete internationale Plansprache. Obwohl es von keinem Staat als offizielle Sprache anerkannt wurde, findet es in einigen Ländern, wie Ungarn und China, Verwendung im Unterricht. Die Sprachgemeinschaft umfasst schätzungsweise 100.000 bis 2 Millionen Sprecher, darunter auch etwa 1.000 bis mehrere Tausend Muttersprachler. Esperanto wird für vielfältige Zwecke genutzt, von Reisen über Brieffreundschaften bis hin zu internationalen Treffen und kulturellem Austausch. Zudem ermöglicht der Wortschatz, der vorwiegend aus westeuropäischen Sprachen stammt, eine einfache Kombination der Morpheme, was das Erlernen erleichtert.