Deutschland

Fentanyl-Welle im Bahnhofsviertel: Stadt Frankfurt schlägt Alarm!

Im Frankfurter Bahnhofsviertel breitet sich die gefährliche Droge Fentanyl unter Schwerstabhängigen aus. Fentanyl ist ein starkes Opioid, das medizinisch zur Behandlung starker Schmerzen eingesetzt wird, aber bei missbräuchlicher Verwendung extrem gefährlich ist. Laut der Polizei sind die Fallzahlen in Frankfurt bislang niedrig, jedoch gibt es zunehmend Besorgnis über die Entwicklung. Im Januar 2025 wurde in etwa jeder zweiten getesteten Heroin-Verpackung Fentanyl nachgewiesen, wobei 25 von 48 getesteten Proben positiv waren, wie [fr.de](https://www.fr.de/frankfurt/alarmiert-todesdroge-fentanyl-breitet-sich-im-bahnhofsviertel-aus-behoerden-in-frankfurt-93659348.html) berichtet.

Stefan Müller, Präsident des Frankfurter Polizeipräsidiums, betont, dass die Zustände in Frankfurt nicht mit denen in den USA vergleichbar sind. In den USA starben 2023 rund 75.000 Menschen an Fentanyl, was etwa Dreiviertel aller Drogentoten ausmacht. Um die Ausbreitung von Fentanyl in Frankfurt zu bekämpfen, plant die Polizei Großkontrollen und gezielte Festnahmeaktionen gegen Rauschgiftstraßendealer im Bahnhofsviertel. Die Stadt Frankfurt denkt außerdem über Maßnahmen nach, wie Drug-Checking für Konsumenten, um diese über den Gehalt an Fentanyl in ihrem Straßenheroin zu informieren. Gesundheitsdezernentin Elke Voitl fordert bereits die Einführung entsprechender Maßnahmen, während man in Hessen auf die Ausführungsverordnung zur Umsetzung des Drug-Checking-Gesetzes wartet.

Besorgniserregende Entwicklungen und Reaktionen

Erste Anzeichen deuten darauf hin, dass Fentanyl nun auch in Frankfurt angekommen ist. Mitarbeiter des Drogenkonsumraums in Frankfurt führten Tests auf Fentanyl durch und bestätigten, dass 25 von 48 Heroinverpackungen verunreinigt waren. In 30 Jahren Drogenkonsumräume in Frankfurt gab es bisher keinen Todesfall durch Überdosis, wobei die Klienten des Konsumraums das verunreinigte Heroin konsumierten, ohne dass es dabei zu Überdosierungen kam. Beschwerden über den sinkenden Reinheitsgehalt des Heroins und dessen höhere Preise führen zu einem erhöhten Risiko der Beimischung mit Fentanyl oder Nitazenen, wie [hessenschau.de](https://www.hessenschau.de/gesellschaft/toedliche-droge-fentanyl-erreicht-frankfurt–stadt-zeigt-sich-hoch-alarmiert-v1,fentanyl-bahnhofsviertel-frankfurt-100.html) berichtet.

Die Polizei und das Drogendezernat in Frankfurt sehen derzeit keine vergleichbare Krise wie in den USA, sind jedoch alarmiert über die Funde. Für die Zukunft ist eine Erhöhung der Bereitstellung von Naloxon-Nasenspray gefordert, um im Falle von Überdosierungen schnell helfen zu können. Zudem soll ein neues Suchthilfezentrum in Frankfurt eingerichtet werden, um schneller auf Veränderungen im Drogenmarkt reagieren zu können.