
Die Ganderkeseer Gemeindeverwaltung sorgte am Dienstag mit einem amüsanten Aprilscherz für Verwirrung. Wie der Weser-Kurier berichtete, wurde verkündet, dass Rainer Lange, der von 1991 bis 2019 Erster Gemeinderat war, kommissarisch Matthias Meyer vertreten soll, der sich auf Weltreise befindet. Bürgermeister Ralf Wessel unterstützte diesen Scherz und lobte Lange für seinen Humor während seiner Rückkehr in die Gemeindeverwaltung.
Lange hatte sich bereits in den Haushalt eingearbeitet und zeigte sich positiv über seine neue Rolle. Allerdings wurde die Nachricht unglaubwürdig, als er den Titel „Zweiter Gemeinderat“ erhalten sollte. Dies beinhaltete die unterzeichneten amtlichen Dokumente mit „in Vertretung der Vertretung“ und die Notwendigkeit, sein Büro mit einem Auszubildenden zu teilen. Matthias Meyer plant, seine Auslandsreise zu nutzen, um die Haushaltsführung in anderen Ländern zu studieren.
Verabschiedung von Rainer Lange im SaunaHuus
Aktuell wurde Rainer Lange am Mittwochmorgen im SaunaHuus erneut in den Ruhestand verabschiedet, wie die Plattform Ganderkesee.de berichtete. Zahlreiche Wegbegleiter aus Politik, Verwaltung und dem SaunaHuus waren anwesend. Lange hatte zuletzt im April 2023 die kommissarische Geschäftsführung der Bäder- und Saunabetriebsgesellschaft mbH für einen Zeitraum von etwa einem Jahr übernommen. Bürgermeister Ralf Wessel lobte in seiner Rede Langes Verantwortungsbewusstsein und die Wiederherstellung eines störungsfreien Betriebsablaufs.
Wessel bedankte sich bei Lange für die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Lange selbst hatte ursprünglich 2019 nach 28 Jahren als Erster Gemeinderat in Ganderkesee den Ruhestand angetreten und unterstützte nachfolgend Henry Peukert betriebswirtschaftlich im SaunaHuus. In einem humorvollen Kommentar zu seinen Rückkehrversuchen stellte Lange fest, dass er seit mindestens sechs Wochen keinen Anruf mehr vom Bürgermeister erhalten hat.
Während seiner Zeit als Interimsgeschäftsführer war Lange mit umfassenden Verantwortungen und Herausforderungen konfrontiert, darunter Stromausfälle und die Notwendigkeit, Aufsicht am Beckenrand zu unterstützen. Lange hofft, dass sein Abschied nun endgültig ist.