Deutschland

Aufruhr in Gesundbrunnen: Erhaltungssatzung wird endlich aufgehoben!

Am 28. Februar 2025 hat die Stadtverwaltung Halle (Saale) angekündigt, die Erhaltungssatzung Nr. 55 für die Gartenstadt Gesundbrunnen aus dem Jahr 2004 zu überprüfen. Diese Überprüfung erfolgt im Rahmen eines Stadtratsbeschlusses, der im Mai 2024 gefasst wurde. Die Stadtverwaltung lädt Anwohner zu einem Informationsnachmittag ein, der am Freitag, dem 14. März 2025, von 14 bis 17 Uhr stattfindet. Der Treffpunkt ist das Gymnasium Südstadt in der Kattowitzer Straße 40.

Während des Informationsnachmittags wird ein Stadtteilrundgang angeboten, bei dem die Teilnehmenden über die Herausforderungen, Bedarfe und Ziele der Erhaltungssatzung Nr. 55 diskutieren können. Anmeldungen sind erforderlich und müssen bis Montag, dem 10. März 2025, per E-Mail an planen@halle.de mit dem Betreff „Stadtteilspaziergang“ gesendet werden. Die Erhaltungssatzung hat das Ziel, die städtebauliche Siedlungsstruktur sowie das Erscheinungsbild der in den 1920er und 1930er Jahren entstandenen Wohnsiedlung zu bewahren. Bauvorhaben, wie die Installation von Photovoltaik-Anlagen oder Wärmepumpen, verlangen eine erhaltungsrechtliche Genehmigung.

Aufhebung der Erhaltungssatzung

Die Erhaltungssatzung für das Wohngebiet Gesundbrunnen wird nun aufgehoben, wie [dubisthalle.de](https://dubisthalle.de/fuer-parkplaetze-in-den-vorgaerten-erhaltungssatzung-fuer-den-bereich-gesundbrunnen-wird-aufgehoben) berichtet. Künftig sind Parkplätze in den Vorgärten rechtlich zulässig, obwohl die Satzung ursprünglich den Charakter der Gartenstadt mit markanten Vorgärten bewahren sollte. In den vergangenen Jahren wurden viele illegale Parkplätze in den Vorgärten errichtet, insbesondere rund um den Hohenweidener Weg, Schkopauer Weg und Benkendorfer Weg. Im Jahr 2014 stellte die Stadt 124 illegale Parkplätze fest, was zu Widerstand bei den Anwohnern führte.

In mehreren Bürgerversammlungen sprachen sich Anwohner für die Aufhebung der Satzung aus. Im Juli wurden 112 Unterschriften für die Aufhebung gesammelt, was jedoch nur ein Bruchteil der Anwohner repräsentiert. Im Gebiet befinden sich insgesamt 1136 Einfamilien- und 153 Mehrfamilienhäuser. Die Aufhebung könnte zudem dazu führen, dass öffentliche Parkplätze am Straßenrand wegfallen, da diese für die Zufahrt zu den Grundstücken benötigt werden. Der Stadtrat muss der Aufhebung der Satzung zustimmen, was vermutlich zu Debatten in den Ausschüssen führen wird.