
Im Landkreis Schwäbisch Hall kam es kürzlich zu mehreren Autodiebstählen, die insbesondere die Städte Ilshofen und Obersontheim betreffen. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag wurden zwei Audi-Fahrzeuge mit Keyless-Go-System entwendet.
In Ilshofen verschwand ein schwarzer Audi Q5 mit dem amtlichen Kennzeichen SHA-HH 169. Ebenfalls gestohlen wurde in Obersontheim ein schwarzer Audi S4 Avant, dessen amtliches Kennzeichen SHA-AG 91 lautet. Die Fahrzeuge wurden vermutlich mit Funkstrecken-Verlängerern geöffnet und gestartet. Die Polizei Aalen berichtet von einem Gesamtschaden von über 50.000 Euro. Eine eingeleitete Fahndung nach den Fahrzeugen verlief bisher negativ. Zeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0 73 61 / 58 00 bei der Polizei zu melden, wie die Südwest Presse berichtete.
Die Problematik von Keyless-Systemen
Der Autodiebstahl wirft auch die Sicherheitsanforderungen an die in den Fahrzeugen verwendeten Technologien in den Fokus. Laut einer Analyse des ADAC sind Fahrzeuge mit Keyless-Komfort-Schließsystemen deutlich anfälliger für Diebstähle als solche mit herkömmlichen Funkschlüsseln. Es wurden über 700 Fahrzeuge mit Keyless-Systemen getestet, und nur 10 % dieser Modelle zeigten einen besseren Diebstahlschutz.
Eine bestehende Sicherheitslücke erlaubt es Autodieben, mit speziellen Geräten die Reichweite der Funksignale zu verlängern. Diese Problematik wurde bereits 2011 von der ETH Zürich erkannt. Oft gibt es bei gestohlenen Fahrzeugen keine Aufbruchspuren, was die Schadensregulierung erschwert. Der ADAC fordert deshalb die Hersteller auf, die Fahrzeugelektronik nach neuesten Sicherheitsstandards abzusichern und die Entwicklung von Keyless-Systemen sicherer zu gestalten.