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Zukunft des Flughafens Altenrhein in Gefahr: Subventionen gestrichen?

Die Zukunft des Flughafens St. Gallen-Altenrhein ist derzeit von Unsicherheit geprägt. Der Flughafen, der viele Vorarlberger für Flüge nach Wien nutzt, steht im Fokus der Diskussionen über mögliche Streichungen von Subventionen für die Flugsicherung auf regionalen Flughäfen in der Schweiz. Thomas Krutzler, Geschäftsführer der People’s Air Group, die eine Tochtergesellschaft des Flughafens betreibt, bestätigte die angespannte Lage gegenüber dem ORF. Die derzeitige Finanzierung, die über die Mineralölsteuer erfolgt, könnte sich bei Flughäfen, die nicht im Interesse des Bundes sind, ändern.

Der Flughafen Altenrhein erhält jährlich bis zu 5 Millionen Franken vom Bundesrat, was angesichts der Überlegungen zur Reduzierung der Zuschüsse nicht gewährleistet ist. Bei einer Kürzung der Bundesbeiträge könnte das Aus für die einzige aviatische Schlüsselinfrastruktur in der Ostschweiz drohen, wie es in einer Stellungnahme des St. Galler Kantonsrates heißt. Das geplante Entlastungspaket 2027 stellt bereits eine wirtschaftliche Bedrohung dar und könnte existenzgefährdend für den Flughafen sein.

Aktuelle Passagierzahlen und Bauprojekte

Im Jahr 2024 verzeichnete der Flughafen etwa 70.000 Fluggäste, die dort gestartet oder gelandet sind, was dem üblichen Schnitt entspricht. Unter diesen waren rund 35.000 Charterpassagiere und 40.000 Linienfluggäste. Diese Zahlen verdeutlichen die Bedeutung des Flughafens als Zubringer für international tätige Unternehmen. Um die Infrastruktur jedoch aufrechtzuerhalten, sind dringend finanzielle Mittel für die Sanierung der 1500 Meter langen Start- und Landebahn erforderlich, die im August 2025 für drei Wochen geschlossen sein wird.

Die Regierung des Kantons St. Gallen äußerte scharfe Kritik an den Überlegungen des Bundes, und warnt vor einem massiven volkswirtschaftlichen Schaden sowie dem Verlust von Arbeitsplätzen, wie Schwäbische.de berichtete. Der Flughafen Altenrhein gilt als wichtiger Knotenpunkt für zahlreiche Flugziele, darunter Ibiza, Korfu, Mallorca und Sizilien.

Die kommenden Monate werden entscheidend sein, um zu klären, ob die notwendige finanzielle Unterstützung für den Flughafen bereitgestellt wird, da diese für die Fortführung des Betriebs unerlässlich ist. Laut SWR.de steht die Frage der staatlichen Unterstützung im Rahmen des Entlastungspakets 2027 im Raum, was die Zukunft des Flughafens weiter in Frage stellt.