BodenseekreisKonstanz

Christen am Bodensee: Betrunkener Fahrer rammt Prediger-Boot!

Ein 38-jähriger Mann wurde am Amtsgericht Konstanz wegen vorsätzlichem Eingriff in den Schiffsverkehr und vorsätzlicher Körperverletzung zu sechs Monaten Freiheitsstrafe verurteilt. Die Freiheitsstrafe wird zur Bewährung ausgesetzt. Zudem muss der Angeklagte ein Schmerzensgeld von 800 Euro an den Geschädigten zahlen. Richter Franz-Josef Klaiber betonte, dass der Angeklagte mit einer Gefährdung der Insassen an Bord rechnen musste.

Die Staatsanwaltschaft warf dem Mann einen gefährlichen Eingriff in den Schiffsverkehr, Körperverletzung und Sachbeschädigung vor. Staatsanwältin Antje Böhler forderte eine Freiheitsstrafe von eineinhalb Jahren, eine Bewährungszeit von drei Jahren sowie ein Schmerzensgeld von 1.000 Euro. Der Verteidiger Gerd Pokrop plädierte auf Fahrlässigkeit und hielt eine Geldstrafe von unter 90 Tagessätzen für ausreichend. Der Vorfall ereignete sich im Juli 2024, als eine Gruppe junger Christen im Alter von 16 bis 23 Jahren auf dem Bodensee mit einem Megafon predigte und von einem Motorbootfahrer angegriffen wurde.

Details des Vorfalls

Der 38-Jährige rammte das Boot der christlichen Gruppe mit seinem Schlauchboot mehrfach, weil er sich durch die Predigt gestört fühlte. Das Boot erlitt einen Riss, und ein junger Mann fiel ins Wasser, wobei er sich leicht verletzte. Die Gruppe der Christen hatte während des Vorfalls einen Notruf abgesetzt. Bei Eintreffen der Polizei wurde der Angeklagte festgenommen, ein Alkoholtest ergab, dass er betrunken war. Bei einer anschließenden Hausdurchsuchung wurden mehrere Gewehre bei ihm gefunden.

Das Gericht stellte fest, dass der Angeklagte sich der Gefährdung der jungen Christen bewusst war. Das Urteil ist rechtskräftig, da sowohl die Verteidigung als auch die Staatsanwaltschaft auf eine Berufung verzichteten. Die Informationen zu diesem Vorfall wurden von suedkurier.de sowie swr.de berichtet.