
In mehreren Landkreisen in Baden-Württemberg wird ein deutlicher Anstieg von Kopflausbefall beobachtet. Besonders betroffen sind Schulen und Kindergärten, wo häufig Übertragungen stattfinden. Auch im Landkreis Rottweil wurde die Situation beim Gesundheitsamt und in Apotheken erfragt, um zu prüfen, ob der Kreis ebenfalls von diesem Anstieg betroffen ist, wie der Schwarzwälder Bote berichtete.
Optimale Lebensbedingungen für Kopfläuse herrschen bei Temperaturen um 28 Grad Celsius, was während der Wintermonate begünstigt wird. Gesundheitsämter in der Region fordern eine konsequente Behandlung von Läusebefall, um die Situation in den Griff zu bekommen, wie die Schwäbische berichtet.
Aktuelle Fallzahlen in verschiedenen Landkreisen
Die Fallzahlen sind in mehrere Landkreise signifikant gestiegen. Im Landkreis Sigmaringen etwa hat sich die Anzahl der Fällen von Januar bis Februar 2025 fast verdreifacht – von 20 Fällen im Vorjahr auf 56. Auch andere Landkreise zeigen eine steigende Tendenz: im Landkreis Göppingen wurden bis zum 18. März 2025 66 Fälle gemeldet, im Vorjahr waren es noch 130 innerhalb der ersten drei Monate.
Die Meldezahlen in weiteren Landkreisen sind ebenfalls besorgniserregend. Der Landkreis Freudenstadt verzeichnete bis Mitte März 32 Fälle, was im Vergleich zum Vorjahr (49 Fälle) ebenfalls einen Anstieg darstellt. Im Landkreis Heilbronn lagen die Meldungen bis zum 17. März 2025 bei 119, im Vorjahr waren es 151.
Das Gesundheitsministerium empfiehlt eine regelmäßige Kontrolle der Haare auf Läuse und Nissen und fordert betroffene Personen auf, Gemeinschaftseinrichtungen und Veranstaltungen zu meiden. Eine schnelle Kommunikation und Behandlung des Läusebefalls durch Eltern wird als wichtig erachtet.