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Sicherheit im Zug: Bodycams schützen Bahnbeschäftigte in Baden-Württemberg!

Die Deutsche Bahn (DB) führt ab Mitte März 2025 eine Ausstattung ihrer Mitarbeitenden auf der Kulturbahnstrecke zwischen Tübingen und Pforzheim mit Bodycams ein. Insgesamt 120 Mitarbeitende werden die Kameras erhalten, die auch auf der Schwarzwaldbahn, Gäubahn und Murrbahn eingesetzt werden. Die Entscheidung für den Einsatz dieser Technologie zielt darauf ab, sowohl Reisende als auch das Zugpersonal besser zu schützen.

Durch die Bodycams fühlen sich die Reisenden und das Personal sicherer. Diese Kameras wirken nicht nur deeskalierend in potenziell angespannten Situationen, sondern liefern auch wertvolles Beweismaterial für die Strafverfolgung. Der Einsatz erfolgt auf freiwilliger Basis, wobei die Kameras sichtbar am Oberkörper getragen werden. Vor ihrem Einsatz absolvieren die Mitarbeitenden eine umfassende Schulung, in der sie die Bedingungen für den Einsatz sowie die Rechtsgrundlagen und die Bedienung der Geräte erlernen.

Einführung und Einsatzbedingungen

Die Bodycams werden ausschließlich in Konfliktsituationen eingeschaltet, insbesondere bei Fahrkartenkontrollen, und die Aufnahmen sind nur für die Bundespolizei zugänglich, die für die Sicherheit im Bahnverkehr zuständig ist. Ein weiterer Aspekt der Sicherheitsstrategie der Deutschen Bahn ist die jährliche Investition von über 200 Millionen Euro in die Sicherheit der Bahnstrecken. Im Jahr 2023 wurden 3144 Übergriffe auf DB-Mitarbeitende verzeichnet, wobei fast die Hälfte davon das Zugpersonal im Regionalverkehr betraf. Besonders in den Zügen der Kulturbahn kam es wiederholt zu Übergriffen, insbesondere zwischen Rottenburg und Tübingen.

Die DB weitet zudem den Einsatz der Bodycams auf weitere Strecken in Baden-Württemberg aus, wie Stuttgarter Nachrichten berichtete. Unter den geplanten Strecken befinden sich unter anderem Stuttgart-Ulm-Bodensee, Donau-Ostalb und Bodenseegürtelbahn. Auch hier entscheiden die Mitarbeitenden freiwillig über den Einsatz der Kameras, und es wird darauf geachtet, dass Kameras nur in Konfliktsituationen eingeschaltet werden dürfen.