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Tödlicher Terrorangriff in Mulhouse: Polizei im Kampf gegen die Gefahr

Am 22. Februar 2025 kam es in Mulhouse (Mülhausen), Elsass, Frankreich, zu einem tödlichen Angriff, der unter Verdacht des Terrorismus steht. Laut Berichten von PZ-News griff ein 37-jähriger, ausreisepflichtiger Algerier mehrere Polizisten auf einem Markt an und rief dabei „Allahu Akbar“. Ein Passant, der zur Hilfe eilte, erlitt tödliche Verletzungen. Der Angriff führte zu Verletzungen von drei Polizisten, einer von ihnen ist in kritischem Zustand.

Die nationale Anti-Terror-Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen übernommen. Der mutmaßliche Täter, der wegen Terrorverherrlichung verurteilt wurde und psychische Probleme hatte, befindet sich derzeit in Polizeigewahrsam. Bei der Attacke kam ein Messer als Tatwaffe zum Einsatz. Emmanuel Macron, der Staatspräsident Frankreichs, bezeichnete den Vorfall in einer Videobotschaft als islamistisch motivierten Terrorakt und sprach den Angehörigen des verstorbenen Passanten sein Beileid aus.

Politische Reaktionen und Forderungen

Innenminister Bruno Retailleau äußerte sich kritisch zur aktuellen Migrationslage und wies darauf hin, dass Algerien den mutmaßlichen Täter nicht zurückgenommen habe, obwohl dieser irregulär in Frankreich lebte. Retailleau berichtete von zehn erfolglosen Versuchen, Kontakt mit dem algerischen Konsulat aufzunehmen. Er kündigte an, Rechtsänderungen prüfen zu wollen, die eine härtere Handhabung von Visa und visafreien Einreisen aus Algerien zum Ziel haben.

Die Bürgermeisterin von Mulhouse, Michèle Lutz, drückte ihr Mitgefühl für die Opfer aus und betonte die Notwendigkeit, dem Terrorismus entschieden entgegenzutreten. Der Vorfall hat die Debatte über die Sicherheitslage in Frankreich erneut angeheizt und schürt Sorgen über die Gefahren, die von verurteilten und gefährlichen Personen ausgehen, die nicht abgeschoben werden können.

In den Ermittlungen wird wegen Tötung und versuchter Tötung mit Terrorbezug ermittelt, während Innenminister Retailleau eine Abschiebehaft für verurteilte und als gefährlich geltende Personen fordert.

Diese Ereignisse heben die wachsende Besorgnis über die Sicherheitslage und die Migrationsproblematik in Frankreich hervor, wie auch Tagesschau berichtet.