
Im Rahmen einer Veranstaltung im DRK-Haus in Schwäbisch Gmünd wurde über die geplanten Maßnahmen zur Verbesserung der Klarenbergstraße und der Gutenbergstraße für Fußgänger und Radfahrer diskutiert. Dabei standen vor allem die Zukunft der Fahrradstraße in der Klarenbergstraße und die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer im Fokus. Oberbürgermeister Richard Arnold betonte, dass die Situation für Radfahrer und Fußgänger verbessert werden müsse. Der Gemeinderat hat sich jedoch mehrheitlich gegen die Einrichtung einer Fahrradstraße ausgesprochen.
Im Zuge der Diskussion wurde ein Verkehrskonzept vorgestellt, das die gemeinsame Nutzung des Verkehrsraums für alle Verkehrsteilnehmer fördern soll. Pressesprecher Markus Herrmann bestätigte, dass die Stadt von der Idee der Fahrradstraßen Abstand nehme, jedoch an durchgehenden Radrouten festhalten will. Die Vorplanung für die Kreuzung sieht Rampen vor, um die Geschwindigkeit der Fahrzeuge zu reduzieren, und ein Zebrastreifen soll in der Nähe der Einmündung positioniert werden, um die Sicherheit der Fußgänger zu erhöhen.
Umbau des Verkehrsraums und Kritik an Plänen
Das Thema wurde auch im Südstadtforum angesprochen, wo die Vorhaben gemischte Reaktionen hervorriefen. Während einige Besucher die Entwicklungen begrüßten, äußerten andere ihre Bedenken über die langsamen Fortschritte bei der Verkehrswende. Ursprünglich sollte die Klarenbergstraße Teil einer Radverbindung von Bettringen in den Gmünder Westen werden, jedoch wurde dies aufgrund schärferer Kriterien durch das Verkehrsministerium abgelehnt, da mehr als 40 Parkplätze aufgegeben werden müssten.
Das geplante Umbaukonzept orientiert sich am Berner Modell und sieht vor, den Bereich von der Gutenbergstraße bis zur Kleinen Klarenbergstraße auf Bordsteinniveau anzuheben. Kleine Rampen an den Zufahrten sowie optische Signale zur Geschwindigkeitsreduzierung für Autofahrer sind ebenfalls vorgesehen. Für Fußgänger wird eine lineare Querung und ein Zebrastreifen eingeplant, um die Sicherheit zu erhöhen. Zudem sollen Radschutzstreifen im westlichen Bereich der Klarenbergstraße entstehen, während die Breite der Fahrbahn für Begegnungsverkehr von Bussen und Lastwagen 3,25 Meter betragen soll.
Die Anwohnerin, die ihre Bedenken wegen des Parkplatzmangels durch neue Wohnbauten äußerte, verwies darauf, dass die Landesbauordnung einen Stellplatz pro Wohnung vorschreibt; insgesamt werden 45 Wohnungen in der Umgebung entstehen. Richard Arnold wies darauf hin, dass es beim Verkehr um ein Miteinander und nicht nur um individuelle Rechte gehe. Auch die Frage des Tempolimits im neuen Einmündungsbereich Klarenbergstraße/Untere Zeiselbergstraße blieb offen, während die nächsten Schritte die Überarbeitung der Pläne unter Berücksichtigung der Diskussionsergebnisse umfassen werden.
Wie die Remszeitung berichtete, wird weiterhin eine Bürgerinitiative Unterschriften für die Fahrradstraße sowie für ein Bürgerbegehren sammeln.
Zusätzliche Informationen über die Pläne zur Verkehrssicherheit in Schwäbisch Gmünd können im Artikel der Gmünder Tagespost nachgelesen werden.