
Eine Mutter aus Tuttlingen, Deborah Heitzer, steht vor einer besonders herausfordernden Situation. Ihre 38 Jahre alte Tochter Alina leidet an Krebs, was den letzten Winter für die Familie äußerst belastend machte. Alina, immungeschwächt und mit starken gesundheitlichen Problemen, sorgte für großen Stress. Darüber hinaus zog Deborahs erwachsener Sohn aufgrund eines Arbeitsunfalls vorübergehend wieder bei der Familie ein, was die ohnehin angespannte Wohnsituation zusätzlich verschärfte.
Im Juli berichtete Deborah von Unregelmäßigkeiten in ihrem Menstruationszyklus, da sie seit dem Sommer keine Periode mehr hatte. Dennoch dachte sie nicht an eine mögliche Schwangerschaft. Eine Vorsorgeuntersuchung bei ihrer Gynäkologin ergab zunächst keine Hinweise, selbst mehrere Schwangerschaftstests, die sie durchführte, fielen negativ aus. Erst auf Drängen ihres Mannes Manuel machte Deborah am 13. Februar einen weiteren Test, der positiv war. Die Gynäkologin bestätigte die Schwangerschaft am nächsten Tag. Deborah war emotional überwältigt, zumal die Familie bereits mit finanziellen und räumlichen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte.
Finanzielle Unterstützung für die Familie
Die Umstände der Schwangerschaft bringen Deborah in eine schwierige Lage. Ihr Mann ist alleinig berufstätig, und die derzeitige Wohnsituation ist beengt. Aus diesem Grund wandte sich Deborah an die Kreisdiakoniestelle in Tuttlingen, um finanzielle Unterstützung zu erhalten, und bekam schnell Hilfe. Innerhalb einer Woche konnte sie die Erstausstattung für das kommende Baby, das ein Junge sein wird, zusammenstellen. Der errechnete Geburtstermin ist der 30. April.
Deborah hat Bedenken, dass ihre bislang unentdeckte Schwangerschaft dem Baby schaden könnte, da sie während dieser Zeit starke Medikamente eingenommen hat. Ihre Gynäkologin beruhigte sie jedoch, dass diese Medikamente keine negativen Auswirkungen auf das Baby haben sollten. Für die bevorstehende Geburt plant Deborah, im Krankenhaus in Singen zu entbinden, während sie gleichzeitig Angst vor dem Entbindungserlebnis hat.
Die familiäre Situation wird zusätzlich durch die Krankheit von Alina belastet. Die jetzt 20 Monate alte Alina wurde vor kurzem mit einem Hirntumor diagnostiziert, der fast tödlich war. Glücklicherweise fand die Familie eine spezielle Therapie, die ihren Gesundheitszustand verbesserte. Dennoch muss Alina alle vier Monate zur Kontrolle ins MRT nach Freiburg und hatte im Dezember 2024 einen weiteren schweren Krankheitsverlauf, der eine Operation erforderte. Um die nötige finanzielle Unterstützung zuteilwerden zu lassen, hat die Organisation Familienhilfe Sonnenherz ein Spendenkonto für Alina eingerichtet.
In einem ähnlichen Kontext wird berichtet, dass es einen Härtefonds gibt, aus dem betroffene Familien finanzielle Unterstützung erhalten können. Die Nutzung dieser Unterstützung ist vielfältig: Sie reicht von der Anschaffung bequemer Kleidung für die Reha-Therapie, der Bezahlung hochpreisiger Medikamente bis hin zur Unterstützung bei Mietzahlungen sowie bei der Abtragung von Krediten. Die Entscheidung über die Verwendung der Mittel liegt dabei beim Empfänger, was den betroffenen Familien ermöglicht, individuell auf ihre Bedürfnisse einzugehen, wie auf krebshilfe.de berichtet wird.