Neu-UlmUlm

Frauen im Fokus: Hochschule Neu-Ulm fordert mehr Vorbilder in Technik!

Die Hochschule Neu-Ulm berichtet von einem Frauenanteil von 55 Prozent unter ihren Studierenden, während dieser bei den Professuren lediglich knapp 30 Prozent beträgt. Prof. Claudia Kocian-Dirr, die Frauenbeauftragte der Hochschule, hebt hervor, dass es einen Mangel an Rollenmodellen für Frauen gibt. Zudem sei eine zunehmende ablehnende Haltung gegenüber Frauen im technischen Bereich zu beobachten, wie die Südwest Presse berichtete.

Diese Entwicklungen stehen im Einklang mit allgemeinen Trends in der Studienfachwahl junger Menschen. Laut einer Analyse, die von destatis veröffentlicht wurde, entsprechen die Studienfachrichtungen oft traditionellen Rollenmustern. So dominieren Frauen in sozialen Fachrichtungen, während Männer in technischen Fächern überrepräsentiert sind. Im Jahr 2022 lag der Frauenanteil im Bereich Pädagogik im EU-Durchschnitt bei 79 Prozent, auch im Gesundheits- und Sozialwesen war er mit 72 Prozent hoch. In den Ingenieurwissenschaften oder im Baugewerbe ist der Frauenanteil mit nur 27 Prozent bzw. 20 Prozent jedoch deutlich geringer.

Bildungsgleichheit und Entwicklungstrends

Die Erhebung zeigt, dass Frauen unterrepräsentiert sind in Ingenieurwesen, Verarbeitendem Gewerbe und Informations- und Kommunikationstechnologien. Insgesamt weist die Studie darauf hin, dass der Bildungsvorsprung der Frauen stabil bleibt, wobei 49 Prozent der 30- bis 34-jährigen Frauen einen Hochschul- oder vergleichbar hohen Abschluss besitzen, im Vergleich zu 39 Prozent der Männer. Diese Zahlen verdeutlichen, dass der Anteil der Hochqualifizierten bei beiden Geschlechtern seit Jahren steigt.