HeidenheimUlm

Neue Hinweise im 42 Jahre alten Mordfall Sabine Rahn: Hoffnung kehrt zurück!

Im Mordfall Sabine Rahn gibt es nach 42 Jahren neue Hinweise, die von der Polizei in Ulm geprüft werden. In einem speziellen ZDF-Format „Aktenzeichen XY … ungelöst“ wurden neue Informationen präsentiert, die dazu geführt haben, dass rund 20 neue Spuren verfolgt werden. Sabine Rahn wurde am 14. März 1983 tot in einer Fichtenschonung bei Nattheim aufgefunden. Zuvor war sie am 11. März 1983 abends aus ihrer Wohnung in Schnaitheim verschwunden, um sich mit Freundinnen zu treffen. Der Verbleib und die Begleitung zu diesem Zeitpunkt sind bis heute unklar.

Die Staatsanwaltschaft und die Polizei gehen von einem unbekannten Täter aus, der die damalige 18-Jährige sexuell missbraucht und stranguliert hat. Am Tatort wurden Spuren gesichert, aus denen später DNA generiert wurde. Im Jahr 2023, anlässlich des 40. Jahrestages des Mordes, wurden in Heidenheim Plakate mit dem Aufruf „Sabine Rahn – Nie vergessen“ aufgehängt, jedoch haben die bis dahin eingegangenen Hinweise keine brauchbaren Informationen geliefert. Bisher hat die Polizei rund 450 DNA-Proben verglichen, ohne dass ein Treffer erzielt werden konnte.

Ermittlungen und neue Technologien

Seit 2020 ist die Phänotypisierung in Deutschland erlaubt, um Tätermerkmale aus DNA zu ermitteln. Mit der neuen DNA-Sequenzierungstechnologie (NGS) konnten im Jahr 2023 spezifische Merkmale des Täters identifiziert werden: blonde Haare, blaue Augen und helle Hautfarbe. Ermittelt werden konnte jedoch nicht das biologische Alter des Täters zur Tatzeit. Auch DNA-Proben von Kindern verstorbener Tatverdächtiger wurden entnommen, ohne Erfolge zu verzeichnen. Kriminalhauptkommissar Manuel Köhler appelliert in diesem Zusammenhang an mögliche Mitwisser, sich zu melden, um endlich Licht ins Dunkel dieses tragischen Falls zu bringen. Weitere Einzelheiten zu diesem Cold Case wurden auch in einem Bericht auf Heidelberg24 vorgestellt, der das Unglück und die andauernden Ermittlungen thematisiert.