Zollernalbkreis

Kreisfeuerwehrverband stärkt Katastrophenschutz an Schulen!

Der Kreisfeuerwehrverband in Albstadt hat sich jüngst intensiv mit dem Thema Katastrophenschutz an Schulen beschäftigt. In einer Versammlung unter dem Vorsitz von Stefan Jetter wurde nicht nur die Anhebung der Einsatzentschädigung für Ehrenamtliche beschlossen, sondern auch über Entwicklungen in der Feuerwehrarbeit diskutiert.

Die Einsatzentschädigung der Ehrenamtlichen wird rückwirkend zum 1. Januar 2025 auf 16 Euro angehoben und ab dem 1. Januar 2027 auf 17 Euro erhöht. Ein weiterer Punkt auf der Agenda war die Unterstützung für den Neubau einer integrierten Leitstelle in Albstadt, für die Jetter den DRK und das Landratsamt für die Bereitstellung erforderlicher Zahlen dankte.

Entwicklung von Standards für den Katastrophenschutz

Ein zentrales Thema der Sitzung war die Entwicklung kreisweiter Standards zur Entlastung des Ehrenamtes. Dies umfasst unter anderem Gefährdungsbeurteilungen, Präventionsprogramme sowie vor allem den Katastrophenschutz in Schulen. Hierbei bat Stefan Jetter Landtagsabgeordneten Manuel Hailfinger um ein späteres Gespräch zur Vertiefung dieser Thematik.

Die Einsatzzahlen der Feuerwehren im Zollernalbkreis sind in den letzten Jahren signifikant gestiegen, mit einem jährlich wachsenden Volumen von rund 7 Prozent. Im Jahr 2024 kam es zu durchschnittlich sechs Einsätzen pro Tag. Hailfinger hat zudem die Unterstützung von Bundestagsabgeordnetem Thomas Bareiß gefordert, um die Interessen der Feuerwehren auf Landesebene zu stärken.

Der Jahresbericht von Kreisbrandmeister Sven Röger wurde anerkannt, und der Haushaltsplan für das Jahr 2025 genehmigt. Bei der Versammlung waren 95 von 120 Stimmberechtigten anwesend, wobei alle Abstimmungen einstimmig verliefen.

Ein weiterer Höhepunkt der Versammlung war die Ehrung langjähriger Mitglieder. Insgesamt wurden 63 Feuerwehrleute für 30, 40 und 50 Jahre Dienst ausgezeichnet. Starke Anerkennung erhielt auch Michael Gomeringer, der als scheidender Fachgebietsleiter Führungsstab gewürdigt wurde. Des Weiteren wurden Joachim Rebholz und Clemens Riesner zu Ehrenmitgliedern ernannt und erhielten die Ehrenmedaille für 25 Jahre Verbandspolitik.

In einem anderen Kontext fördern der Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) sowie die Vereinigung zur Förderung des Deutschen Feuerwehrwesens (vfdb) die Thematisierung der Selbstschutzkompetenzen in Schulen. Wie auf dem Deutschen Schulleitungskongress in Düsseldorf berichtet, soll hierbei Wissen über Naturgefahren wie Hochwasser und Erdbeben in den Unterricht integriert werden. Kostenfreie Materialien für Lehrkräfte unterstützen die Vorbereitung von Schülern auf Krisensituationen und sollen altersgerecht kommuniziert werden, ohne Ängste zu schüren.

Die Kooperation „Sicherheit durch Vorsorge. Naturgefahren im Fokus“ ist für den 8. bis 9. November geplant und bildet einen weiteren Schritt zur Stärkung des Bevölkerungsschutzes im Bildungsbereich. Materialien und Unterrichtsmittel, die bis 2025 bereitgestellt werden, sind auf der Website des BBK verfügbar.