
In Albstadt plant Dorothee Held die Gründung einer Selbsthilfegruppe für trauernde Eltern. Diakon Michael Weimer unterstützt dieses Vorhaben und möchte dabei helfen, den Bedarf für eine solche Gruppe zu ermitteln. Der Verlust eines Kindes wird oft als Tabuthema betrachtet, da er als unnatürlich empfunden wird, im Gegensatz zum Tod älterer Menschen, der als natürlicherer Prozess gilt. Held hat selbst vor drei Jahren ihre Tochter im Alter von 34 Jahren verloren und möchte anderen Eltern in ähnlicher Situation eine Plattform bieten.
Bereits existierende Selbsthilfegruppen wie „Sternenkinder“ unterstützen Eltern, die Kleinkinder verloren haben, jedoch gibt es derzeit keine Angebote, die sich an trauernde Eltern aller Altersgruppen richten. Daher hat Held Kontakt zu etablierten Gruppen wie „Lichtblick“ und „KonTiki“ aufgenommen, um sich über Erfahrungen und Strategien auszutauschen. Der geplante allgemeine Trauergruppe soll verschiedene Gruppen unter einem Verein vereinen, wobei Diakon Weimer die Gründung plant.
Informationsveranstaltung in Albstadt
Um das Interesse an der Selbsthilfegruppe in Albstadt abzuklären, lädt Held zu einem ersten unverbindlichen Treffen ein. Dieses findet am 5. April um 16 Uhr in der Vinz Pflegewerkstatt-Oase in Albstadt-Lautlingen statt. Die Teilnahme ist ohne Anmeldung möglich und richtet sich an alle Eltern, unabhängig von Zeitpunkt oder Grund des Verlustes. Zudem sollen Geschwister der verstorbenen Kinder in die Trauerarbeit einbezogen werden.
Der Umgang mit Trauer ist eine tiefgreifende emotionale Angelegenheit, und verschiedene Formen der Unterstützung können dabei helfen, den Heilungsprozess zu fördern. Wie mit-trauer-leben.de berichtet, wird Trauer in unterschiedlichen Phasen erlebt und sollte nicht unterdrückt, sondern als notwendiger Prozess anerkannt werden. Unterstützung durch Trauerbegleiter, Selbsthilfegruppen und das soziale Umfeld spielt eine entscheidende Rolle, um Betroffene zu begleiten und zu unterstützen.