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Amphibienwanderung: Wichtige Straßensperrungen im Landkreis!

Der Landkreis Fürstenfeldbruck bereitet sich auf die bevorstehende Amphibienwanderung vor. Das Landratsamt bittet die Verkehrsteilnehmer um erhöhte Aufmerksamkeit, da Frösche, Kröten und Molche in der Regel nachts zu ihren Laichgewässern wandern. Obwohl die Temperaturen aktuell zu kalt sind, werden frostfreie Nächte mit Temperaturen um vier Grad Celsius vorhergesagt, was die Wanderung begünstigen könnte.

Die Amphibien sind darauf angewiesen, Straßen zu überqueren, was häufig zu Verlusten führt. Bei Temperaturen über vier bis fünf Grad und ausreichender Feuchtigkeit oder Regen sind die Bedingungen ideal für die Wanderung. Um die Verluste in Grenzen zu halten, werden Amphibienzäune und nächtliche Straßensperrungen eingerichtet. Besondere Rücksichtnahme auf die wandernden Tiere wird dringend empfohlen.

Geplante Verkehrseinschränkungen

Im Zuge der Maßnahmen werden Straßen zwischen Alling und Germannsberg sowie zwischen Weiherhaus und Pfaffing gesperrt, wobei die genauen Zeiten später bekannt gegeben werden. Die Bahnhofstraße in Grafrath bleibt ungesperrt, allerdings wird die Höchstgeschwindigkeit dort auf 30 km/h begrenzt. Diese Geschwindigkeitsbegrenzung gilt auch in der Allinger Parsbergstraße im Bereich Dötelbauer.

Busse werden umgeleitet, die Buslinie 838 wird abends nicht zwischen Glon und Vogach fahren. In den Gemeinden Eichenau und Puchheim wird die Olchinger Straße in der Nacht gesperrt, und es wird eine Umleitung für den Autoverkehr eingerichtet. Die Sperrungen sind witterungsabhängig, weshalb kurzfristige Ankündigungen zu erwarten sind. Es wird darauf hingewiesen, dass Amphibien auch außerhalb der genannten Straßen unterwegs sein können, sodass Verkehrsteilnehmer in Waldstücken sowie in der Nähe von Weihern und Tümpeln besonders vorsichtig sein sollten.

Zusätzlich ist es wichtig zu beachten, dass Straßenbaumaßnahmen, die die Lebensräume oder Wanderwege von Amphibien beeinträchtigen, von den Straßenbauern wiedergutgemacht werden müssen. Zu diesen Maßnahmen zählen beispielsweise Tunnel oder Zäune, um die Sicherheit der Tiere während der Wanderung zu gewährleisten. Nach Angaben des NABU ist der Baulastträger für die Pflege und Unterhaltung solcher Amphibienschutzanlagen zuständig, und die Straßenmeisterei ist in der Regel für deren Wartung verantwortlich.

Um effektiven Amphibienschutz zu bieten, sind Voruntersuchungen zu den Gewohnheiten und Bewegungsmustern von Amphibien von großer Bedeutung. Die Kenntnisse zur Art der Vorkommen und den Standorten der Wanderwege ermöglichen es, adäquate Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Dabei ist es entscheidend, dass die Gestaltung und Pflege der Schutzanlagen effektiv und nachhaltig sind, um den Amphibien ein sicheres Überqueren der Straßen zu ermöglichen.