
Ein 47-jähriger Feuerwehrmann steht seit dem 31. März 2025 vor dem Landgericht Aschaffenburg, aufgrund des Vorwurfs, seit 2018 für mehr als 20 Brände im bayerisch-hessischen Grenzgebiet verantwortlich zu sein. Die Anklage umfasst zwei Fälle der schweren Brandstiftung, 20 Fälle der vollendeten Brandstiftung und drei Fälle der versuchten Brandstiftung. Glücklicherweise kamen bei den Bränden, die sich über mehrere Jahre erstreckten, keine Menschen zu Schaden.
Der Angeklagte, ein IT-Techniker, wohnte zuletzt in Hessen und war Mitglied einer Freiwilligen Feuerwehr im südhessischen Odenwaldkreis. Im Sommer 2024 wurde er nach einer DNA-Probe überführt und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Laut den Ermittlungen baute der Feuerwehrmann eine selbstentzündende Vorrichtung, die er an den Tatorten platzierte. Diese Vorrichtung entzündete sich erst Stunden nach der Ablage, um seine Täterschaft zu verschleiern. Im Verlauf der Zeit wählte der Mann zunehmend höherwertige Ziele aus, darunter ein Wochenendhäuschen und eine Waldhütte mit Bienenhaus, die regelmäßig von den Besitzern genutzt wurden, wie Antenne Bayern berichtete.
Zahl der Brände und Ermittlungen
Die Staatsanwaltschaft Aschaffenburg erhebt zudem Vorwürfe, dass der Feuerwehrmann absichtlich 25 Brände in Hessen und Bayern gelegt hat. Diese Brände sollen sich über einen Zeitraum von sechs Jahren im Kreis Miltenberg in Unterfranken ereignet haben, darunter in Obernburg und Wörth. Bei den Brandstiftungen gab es keine Verletzten, aber es entstanden Schäden in Höhe von mehreren tausend Euro in Unterfranken. Die Hintergründe dieser Serie von Brandstiftungen sind noch unklar.
Die Ermittler fanden DNA-Spuren, die zur Überführung des Feuerwehrmanns führten und sogar einen Durchsuchungsbeschluss ermöglichten. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung wurden verschiedene Beweismittel sichergestellt, wie hessenschau.de berichtet.