
In einem reizvollen Projekt zur Revitalisierung von Friedrich Völkleins literarischem Erbe haben Anette und Jürgen Alexander Sellnow es sich zur Aufgabe gemacht, seine Werke in die Gegenwart zu holen. Wie Donau-Ries Aktuell berichtete, entstand die Idee, als Jürgen Sellnow ein Widmungsgedicht fand und das Lied „Weberhanneshaus“ vertonte. In der Folge hat er im Laufe eines Jahres über 65 weitere Gedichte vertont, die nun in musikalischer Form präsentiert werden.
Die Musik, die aus diesem Projekt hervorgeht, ist eine Mischung aus lyrischen und beschwingten Klängen, die vom Leben erzählt. Sie steht als Liebeserklärung an das Ries und umfasst dessen vielfältige Facetten. Die „Anette und Alexander Beatband“ kombiniert moderne Rock- und Pop-Musik mit Einflüssen aus Klassik, Jazz und Country und besticht dabei durch mehrstimmigen Gesang und live gespielte Gitarren zu Halbplayback.
Ein kulturelles Erbe
Das Interesse an Friedrich Völkleins Werk spiegelt sich auch in der Präsentation von Liedern seiner Zeit wider. Wie daslebenistschoen1234.blogspot.com beschreibt, werden unter anderem Lieder aus dem Jahr 1970 thematisiert, zu denen der „Rieser Heimatlied“ gehört, dessen Worte von Völklein stammen und die Melodie von Gerhard Kronberg stammen. Dieses Lied, das Naturbilder wie Getreidefelder und Lerchen thematisiert, vermittelt Freude und Heimatverbundenheit. Zudem besingt es die lichten Dörfer und die Arbeit der Bauern, wobei der Wert der einfachen Dinge im Leben hervorgehoben wird.