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Junge Generation meidet Clubs: Ist das Feiern am Ende?

Der Nachtclub Buck Rogers in Fürstenfeldbruck wird Ende April 2025 nach 15 Jahren schließen. Laut Merkur sind fehlende Partygäste und Veränderungen im Nachtleben die Hauptgründe für diese Entscheidung. Max Riemensperger, Betreiber eines Nachtcafés in Freising, bestätigt einen Rückgang des Feierverhaltens bei der jüngeren Generation. Viele junge Menschen haben während der Corona-Pandemie das Feiern nicht erlebt, was zu einem veränderten Ausgehverhalten führt.

Zusätzlich führt die Mischung aus älteren und jüngeren Gästen in Clubs zu Unbehagen auf beiden Seiten. Die Nutzung von Handys und Online-Kommunikation hat das Live-Erlebnis im Nachtleben ebenfalls verringert. Der Verband für Popkultur in Bayern e.V. warnt vor den steigenden Kosten für Personal, Gagen, Technik und Energie, die die Clubs stark belasten. In Berlin sind sogar 50% der Clubs bedroht; in Bayern gibt es zwar keine genauen Zahlen, doch viele Schließungen werden berichtet.

Verändertes Feierverhalten der Generation Z

Trotz der Einschränkungen während der Pandemie haben drei von vier Prosumer weiterhin Lust am Feiern. Auch hier zeigt sich, dass 60% der Generation Z lieber am Wochenende zuhause bleiben. Die Sicherheitsbedenken, die durch K.O.-Tropfen, sexuelle Übergriffe und Terroranschläge entstanden sind, haben das Bewusstsein für Sicherheit erhöht. Dies führt zur Entwicklung von „Fear of missing out“ (FOMO) zu „Fear of going out“ (FOGO). 70% der Generation Z fühlen sich sicherer, wenn sie von Gleichgesinnten umgeben sind.

Die Trends zeigen deutlich, dass traditionelle Clubs und Großveranstaltungen unter dem veränderten Feierverhalten leiden. Marken haben jedoch die Möglichkeit, neue Partykonzepte zu entwickeln, die den Bedürfnissen nach Sicherheit, Individualität und Komfort entsprechen, wie Havas Germany berichtet.