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Erfolgreiche Workshops stärken Pflegekräfte: Mut für den Berufsstand!

Die Caritas Regensburg hat einen interaktiven Workshop für Pflegekräfte veranstaltet, der Ende März in Straubing stattfand. Ziel des Workshops war die Selbstvertretung der Pflegekräfte und die Stärkung des Berufsstands. Die Fortbildungsreihe mit dem Titel „Wir trommeln für die Pflege – Berufspolitik verstehen“ wurde mit Auftaktveranstaltungen am 27. und 28. März in Straubing mit großem Interesse ins Leben gerufen.

Der Workshop wurde von den Pflegefachpersonen Hannah Igl und Johannes Lichtenegger geleitet, die beide aktiv in der Berufspolitik sind. Zu den Diskussionsthemen gehörten unter anderem Pflegekammern, politische Teilhabe sowie Engagement im Alltag für den Berufsstand. Zielsetzung des Workshops war es, die Pflegekräfte zu ermutigen, sich nicht klein zu machen. Eine Teilnehmerin äußerte dazu: „Ohne uns geht im Gesundheitswesen nichts.“ Johannes Lichtenegger betonte ebenfalls die Verantwortung und den Einfluss der Pflegekräfte als größte Berufsgruppe im Gesundheitswesen. Die Fortbildung ist Teil der Caritas-Kampagne „Trommeln für die Pflege“, die von Caritasdirektor Michael Weißmann, selbst Pflegefachkraft, unterstützt wird.

Berufspolitisches Engagement in der Pflege

In einem weiteren Zusammenhang wird das berufspolitische Engagement in der Pflege als notwendig erachtet. Der demografische Wandel und der Mangel an qualifiziertem Personal sind Herausforderungen, denen sich die Branche stellen muss. Der Bundesverband Lehrende Gesundheits- und Sozialberufe (BLGS) und der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) haben ein Konzeptpapier zur politischen Bildung in der Pflege entwickelt, das die Bedeutung dieser Bildung für Pflegefachpersonen hervorhebt, um sie in gesundheitspolitische Debatten einzubinden. Laut dem Ethikkodex des International Council of Nurses (ICN) tragen Pflegefachpersonen die Verantwortung für eine gerechte Gesundheitsversorgung.

Aktuelle Bestrebungen zur Integration berufspolitischer Inhalte in die Ausbildungspläne zeigen jedoch erhebliche Defizite: Der Stundenumfang variiert zwischen vier und achtzig Stunden, und eine Umfrage unter Auszubildenden offenbart ein geringes Interesse sowie mangelnde politische Kenntnisse zu diesem Thema. Lehrende hingegen weisen unterschiedliche berufspolitische Kompetenzen auf, wobei einige politische Themen ganz ablehnen.

Für eine Verbesserung der Versorgungsqualität in der Pflege sind eine systematische Verankerung berufspolitischer Bildung in den Curricula sowie partizipative Lernprozesse erforderlich. Methoden wie Planspiele, Exkursionen zu politischen Sitzungen und Projekttage sind einige didaktische Ansätze, die zur Förderung einer aktiven politischen Mündigkeit und Mitbestimmung in der Pflege beitragen können, wie [bibliomed-pflege.de](https://www.bibliomed-pflege.de/news/warum-engagement-und-kompetenzen-entscheidend-sind) berichtete.