
Die Ermittlungen gegen einen Fahrzeughändler aus dem Altlandkreis Eggenfelden ziehen sich weiter hin. Wie die Passauer Neue Presse berichtet, hatte die Staatsanwaltschaft im vergangenen Jahr Anklage wegen Betrugs erhoben. Diese Anklage wurde am 24. April 2024 aufgrund von 73 „tatmehrheitlichen Fällen“ präsentiert. Der Beschuldigte soll Kaufpreisanzahlungen von Kunden kassiert haben, ohne die entsprechenden Fahrzeuge auszuliefern. Darüber hinaus wird ihm vorgeworfen, Fahrzeuge für Kunden weiterverkauft zu haben und die entstandenen Erlöse nicht auszuzahlen.
Obwohl die Ermittlungen bereits fortgeführt werden, ist bislang noch kein Gerichtstermin anberaumt worden. Die ursprüngliche Anklage wurde aufgrund neuer Erkenntnisse zurückgenommen, und der Abschluss des Verfahrens wird in den kommenden Monaten erwartet.
Korruptionsverdacht bei Knaus Tabbert AG
Ähnlich erschütternde Neuigkeiten kommen aus der Freizeitmobilbranche: Die Knaus Tabbert AG, ein niederbayerischer Hersteller von Wohnmobilen, steht wegen Korruptionsverdachts im Fokus der Ermittlungsbehörden. Laut einem Bericht von Schwäbischer Post durchsuchten Staatsanwaltschaft und Polizei die Unternehmensräume. Dabei richtet sich der Verdacht insbesondere gegen „einzelne Mitglieder des Managements“, die in den Vorwurf der Bestechlichkeit verwickelt sein sollen. Das Unternehmen selbst sei dabei nicht direkt betroffen.
Knaus Tabbert bestätigte die Durchsuchung im Rahmen eines staatsanwaltlichen Ermittlungsverfahrens. Diese Entwicklungen fügen sich in einen Kontext von Unruhen in der Unternehmensführung: Im Jahr 2023 verließen mehrere Führungskräfte, darunter die Finanzvorständin Caroline Schürmann und Vorstandschef Wolfgang Speck, das Unternehmen. Der neue Vorstandschef und Finanzvorstand Wim de Pundert hat nun die Leitung übernommen. Zudem sieht sich Knaus Tabbert, stark belastet durch einen Auftragsmangel nach dem Boom während der Coronajahre, gezwungen, die Produktion teilweise einzustellen und die Umsatz- sowie Gewinnprognosen für das laufende Jahr erheblich zu reduzieren. Im Vorjahr erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 1,4 Milliarden Euro.