
Im Landkreis Rottal-Inn fand kürzlich das erste Pflegecamp statt, das von der Initiative des Arbeitskreises Gesundheitsfachberufe der Gesundheitsregionplus Rottal-Inn organisiert wurde. Ziel des Pflegecamps ist es, Schülerinnen und Schüler sowie Quereinsteiger über den Pflegeberuf zu informieren und praktische Erfahrungen zu bieten. An diesem praxisorientierten Programm nahmen 25 Teilnehmende teil.
Das Pflegecamp wurde in Zusammenarbeit mit verschiedenen regionalen Partnern umgesetzt, darunter die KWA Berufsfachschule für Pflege, die Berufsfachschule für Pflege der Rottal-Inn Kliniken, der Kreis-Caritasverband Rottal-Inn sowie der BRK Kreisverband Rottal-Inn. Weitere Kooperationspartner sind MediVital Sozialstation, Pichlmayr Wohn- und Pflegeheime, Parkwohnstift Arnstorf und die Diakonie Christanger.
Vielfältige Angebote und praktische Erfahrungen
Verena Weigl, Geschäftsstellenleiterin der Gesundheitsregionplus, war für das Projekt verantwortlich. Stellvertretende Landrätin Edeltraud Plattner begrüßte die Teilnehmenden und Partner des Events. Eine Einführung in die Pflegeausbildung wurde von Elisabeth Schoske und Birgit Maischberger gegeben, gefolgt von interaktiven Gruppenarbeiten, die sich mit verschiedenen Pflegebereichen beschäftigen.
Einer der Höhepunkte des Camps war das Tragen eines Alterssimulationsanzugs, um den Teilnehmenden einen Einblick in physische Einschränkungen zu geben. Am zweiten Tag hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, in einer Pflegeeinrichtung oder einem ambulanten Pflegedienst zu hospitieren. Der dritte Tag beinhaltete einen Klinikbesuch mit einer Führung durch die Rottal-Inn Kliniken, bei dem die Intensivstation, das Notaufnahmezentrum sowie das Neugeborenenzimmer besucht wurden.
Im Simulationszentrum der Pflegeschule konnten die Teilnehmenden ihre praktischen Fähigkeiten vertiefen, unter anderem durch das Üben von Injektionen an Simulationspuppen. Die Resonanz der Teilnehmenden war durchweg positiv, insbesondere hinsichtlich der praxisnahen Übungen. Aufgrund der hohen Nachfrage und der positiven Rückmeldungen wird geprüft, ob das Pflegecamp auch in den kommenden Jahren fortgesetzt werden kann.
Das Pflege-Camp 2024 wurde von der Bayerischen Staatsministerin für Gesundheit, Pflege und Prävention, Judith Gerlach, eröffnet. Die Zielsetzung für 2024 sieht eine Erweiterung der Zielgruppe vor, um auch Quereinsteiger mit Erfahrungen aus anderen Berufen anzusprechen. Die Teilnehmenden werden Einblicke in verschiedene Pflegesettings erhalten, darunter Akutpflege, stationäre Langzeitpflege und ambulante Pflege.
Die Organisation des Pflege-Camps 2024 erfolgt mit Unterstützung der Agentur für Arbeit Aschaffenburg sowie weiteren lokalen Partnern. Zu den teilnehmenden Einrichtungen gehören unter anderem Aurelius-Hof Mainhausen GmbH, das Bernhard-Junker-Haus sowie verschiedene Caritas-Einrichtungen.