Rottal-Inn

Senior täuscht Wildunfall vor und prallt gegen Straßenlaterne!

Ein 69-jähriger Mann aus Falkenberg im Landkreis Rottal-Inn geriet am Samstag in den Fokus der Polizei, nachdem er einen Betrugsversuch gemeldet hatte. Der Mann kontaktierte um 9.30 Uhr die Polizei in Eggenfelden und gab an, mit seinem Auto gegen ein Reh gefahren zu sein.

Bei der Untersuchung seines Fahrzeugs stellten die Beamten jedoch keine Spuren eines Wildunfalls fest. In der Folge gestand der Mann, dass er den Wildunfall nur vorgetäuscht hatte, da er tatsächlich gegen eine Straßenlaterne gefahren war. Er hoffte, durch die falsche Meldung einen finanziellen Nutzen von seiner Versicherung zu ziehen. Aufgrund seines Verhalten wurde er belehrt und muss nun mit einer Anzeige wegen versuchten Versicherungsbetrugs rechnen, wie die Passauer Neue Presse berichtete.

Hintergrund zu Versicherungsbetrug

Das Vorgehen des Mannes reiht sich in eine längere Tradition von Betrugsversuchen ein, die sich zwar in ihren Motiven kaum geändert haben, jedoch in ihren Methoden durch das Internet und die Digitalisierung gewandelt haben. So ermöglichen Internetforen eine einfache Informationsbeschaffung für Betrüger, beispielsweise zur Formulierung von glaubhaften Schadenmeldungen, wie auf der Webseite des GDV erläutert wird.

Versicherer haben auf diese Form des Betrugs reagiert, indem sie Software zur Erkennung von Betrugsindizien entwickelt und speziell geschulte Mitarbeiter eingesetzt haben. Zunehmend kommt auch die Bildforensik zum Einsatz, um Bildmanipulationen aufzudecken. Die Untersuchungen beginnen häufig mit einem Verdacht des Sachbearbeiters, der entweder erhärtet oder entkräftet werden muss. Auffälligkeiten zwischen der Schadensschilderung und dem tatsächlichen Schadenbild können erste Hinweise geben.