
Ein 61-jähriger Mann aus Österreich löste am Dienstag die Brandmeldeanlage des BayWa Bau- und Gartenmarkts in Pfarrkirchen (Landkreis Rottal-Inn) aus. Der Vorfall ereignete sich gegen 16:19 Uhr und wurde durch die Ungeduld des Mannes ausgelöst, der sich von einem Mitarbeiter nicht ausreichend bedient fühlte und daraufhin den Knopf der Brandmeldeanlage drückte.
Die Feuerwehren aus Altersham und Pfarrkirchen waren mit etwa 25 Einsatzkräften vor Ort. Der Einsatz dauerte circa eine halbe Stunde. Der Mann wird wegen Missbrauchs von Notrufen angezeigt. Sollte sich herausstellen, dass er vorsätzlich handelte, könnte er von der Stadt Pfarrkirchen mit den Kosten für den Einsatz belastet werden.
Rechtliche Konsequenzen für Fehlalarme
Ein weiterer Vorfall verdeutlicht die Problematik von Fehlalarmen. Am 28. April 2016 wurde in einem Wohnraum ein Rauchmelder installiert, der Teil einer Brandmeldeanlage war und Alarme an die Feuerwehr weitergab. Es gab zuvor Bedenken über mögliche Fehlalarme, die jedoch schriftlich geäußert und abgelehnt wurden.
Der Rauchmelder wurde ursprünglich aufgrund starken Rauchens im Wohnzimmer installiert. Trotz mehrfacher Anfragen nach einer Aufklärung über die Funktionsweise des Systems und Verhaltensweisen zur Vermeidung von Fehlalarmen blieb die Aufklärung aus. In der Vergangenheit hatte die Brandmeldeanlage bereits mehrfach Fehlalarme ausgelöst.
Ein besonders folgenschwerer Fehlalarm ereignete sich am 25. Mai 2016, als die betroffene Person gerade auf dem Balkon war und das Wohnzimmer rauchfrei war. Die Feuerwehr wurde gerufen, was zu einem Streit mit einem Feuerwehrmann über das Rauchen im Wohnzimmer führte. Dieser drohte mit einer Geldstrafe von 1200 Euro für zukünftige Fehlalarme, die durch Rauchen verursacht wurden. In der Folge erhielten die Betroffenen identische Schreiben von der Polizei, in denen ihnen der Missbrauch von Notrufen vorgeworfen wurde. Diese Schreiben beinhalteten den Vorwurf der Beeinträchtigung von Unfallverhütungs- und Nothilfemitteln, was die Betroffenen dazu veranlasste, rechtliche Unterstützung zu suchen.