Starnberg

Musica Starnberg begeistert mit seltener Aufführung der Markus-Passion!

Am Sonntagabend, den 02. April 2025, fand in der Kirche St. Maria in Starnberg eine besondere Aufführung der Markus-Passion von Reinhard Keiser durch das Orchester und den Chor der „Musica Starnberg“ statt. Diese Veranstaltung sticht besonders hervor, da das Werk, welches nicht zu den traditionell häufig aufgeführten Passionen von Bach oder Haydn gehört, selten zur Aufführung gelangt.

Reinhard Keiser, ein herausragender Komponist seiner Zeit und Zeitgenosse von Bach, war bekannt für seine Opern, die er vor allem um 1700 komponierte. Die Markus-Passion gilt als Meisterwerk der Barockmusik und erzählt die Leidensgeschichte Jesu Christi entsprechend dem Markus-Evangelium. Mit dramatischen Rezitativen, gefühlvollen Arien und einprägsamen Chören thematisiert die Passion das Leiden und die Leidenschaft Christi, unterstützt von einer musikalischen Begleitung, die das dramatische Geschehen eindrucksvoll unterstreicht.

Programm und Besetzung

Das Konzert eröffnete mit dem einleitenden Chorstück „Schau hin nach Golgatha“ von Ferdinand Silcher, gefolgt von Mozarts Adagio und Fuge in c-moll KV 546. Das Hauptwerk, die Markus-Passion, wurde unter der Leitung von Felix Mathy aufgeführt.

  • Tenor Nikolaus Pfannkuch als Erzähler
  • Bassbariton Raphael Sigling als Jesus
  • Lyrischer Tenor Manuel Ried in der hinscheidenden Partie
  • Altistin Regine Jurda mit kleineren Partien
  • Sopranistin Flore van Meerssche als Sologeige

Der Chor setzte sich aus etwa 60 Mitgliedern zusammen und begeisterte mit einer beeindruckenden darbietung. Die Akustik des Kirchenraums trug zur klaren Klangqualität bei, was die positive Reaktion des Publikums erklärt. Etwa zwei Drittel der Plätze waren besetzt, was auf das Interesse an dieser außergewöhnlichen musikalischen Darbietung schließen lässt.

Die Aufführung und die Markus-Passion an sich wecken die Neugier des Publikums für barocke Kunstfertigkeit. In der Vergangenheit hatte Johann Sebastian Bach eine überarbeitete Fassung der Markus-Passion bereits 1713 aufgeführt, was deren kulturellen Stellenwert zusätzlich unterstreicht, wie musica-starnberg.de berichtete. Diese Aufführung lädt nicht nur zur Reflexion über die biblische Passionsgeschichte ein, sondern bietet auch die Möglichkeit, tiefere Emotionen und die künstlerische Meisterschaft zu entdecken.

Das Programm selbst äußert zudem Restzweifel an der Autorschaft des Werkes, obwohl es mehrfach als Werk von Bach aufgeführt wurde. Somit stellt die Markus-Passion nicht nur einen musikalischen Genuss dar, sondern setzt auch kulturelle und historische Akzente.