TraunsteinUmwelt

Hofbräuhaus Traunstein wird mit Solarenergie für Bierproduktion grün!

Am 25. März 2025 hat das Hofbräuhaus Traunstein einen bedeutenden Schritt in Richtung Nachhaltigkeit vorgenommen, indem auf dem Dach der Brauerei 100 m² Photovoltaikmodule (PV-Module) installiert wurden. Ziel dieser Maßnahme ist die Energieautarkie und damit die Unabhängigkeit von externen Stromquellen, insbesondere für die Kühlung des Bieres. Der Kühlbedarf allein im Gär- und Lagerkeller macht über 40 % des gesamten Strombedarfs der Brauerei aus.

Die Lagerzeiten für das Bier, die zwischen sechs Wochen und vier Monaten variieren, sind entscheidend für die Qualität und den Geschmack des Produkts. Der aus der PV-Anlage gewonnene Strom soll die Grundlast für die Kühlung decken und wird zusätzlich mit Wasserstrom der Stadtwerke Traunstein ergänzt. Maximilian Sailer, der Bräu des Hofbräuhaus, hebt die Verantwortung der Brauerei für die Umweltbilanz und die Bierqualität hervor.

Fortschritt und Herausforderungen

Die Installation der künftigen 375 m² PV-Module stellte sich als Herausforderung dar, insbesondere aufgrund der steilen Ziegeldächer und der Foliendächer. Technikleiter Patrick Wolferstetter arbeitete hierzu eng mit den Firmen @zeosolar und SSP Elektrotechnik zusammen. Die Gesamtinvestition für dieses nachhaltige Projekt betrug knapp 100.000 Euro.

Zusätzlich wird der Strom aus Produktionsspitzen auch in die E-Stapler der Logistik eingespeist, um den Eigenverbrauch zu maximieren. Energetische Verbesserungen in der Bierproduktion sind ein fortlaufender Prozess, und das Hofbräuhaus Traunstein plant weitere Schritte und Investitionen in sein Energiekonzept für die kommenden Jahre, wie [Chiemgau24 berichtete](https://www.chiemgau24.de/chiemgau/traunstein/traunstein-ort29586/wenn-die-sonne-das-bier-kuehlt-hofbraeuhaus-traustein-setzt-auf-nachhaltige-energie-93646293.html).

Die Photovoltaik-Industrie in Europa, insbesondere in Deutschland, zeigt derzeit Bestrebungen, ihre Produktionskapazitäten zu erweitern. Es wird erwartet, dass der Weltmarkt für Solarmodule in den nächsten zehn Jahren um das Zehnfache wachsen könnte. Schätzungen zufolge könnte der Umsatz in diesem Bereich Anfang der 2030er Jahre mehr als 450 Milliarden Euro betragen. Nachhaltige Produktionsmethoden und der CO2-Fußabdruck gewinnen dabei zunehmend an Bedeutung, was [pv-magazine](https://www.pv-magazine.de/themen/nachhaltige-solarmodule-aus-europa/) berichtete.