BerlinCharlottenburg-Wilmersdorf

Kampf ums Rad: Neue Busspur in Charlottenburg sorgt für Aufregung!

In Berlin gibt es aktuell Veränderungen, die sowohl den Radverkehr als auch die öffentliche Verkehrsinfrastruktur betreffen. Ein zentraler Punkt ist die Neuerung auf der Neuen Kantstraße im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf. Ab sofort dürfen Busse der BVG den Fahrradstreifen nutzen, was durch neue Markierungen auf dem Asphalt signalisiert wurde. Diese Maßnahme betrifft den Abschnitt zwischen Messedamm und Kaiser-Friedrich-Straße und soll laut Angaben der BVG ermöglichen, dass Busse im Schrittempo an Staus vorbeifahren können. Radfahrer dürfen den Streifen weiterhin nutzen; jedoch erklärte der Bezirk, dass er über die Einrichtung der Busspur nicht informiert war und dass momentan keine angespannte Verkehrssituation auf der Kantstraße herrscht.

Zusätzlich zeigt sich ein weiterer Konflikt im Bereich des Rathausplatzes in Berlin-Spandau. Hier ist die Verkehrssituation sowohl für Radfahrende als auch für Fußgänger als herausfordernd anzusehen. Der bestehende Radweg führt durch stark frequentierte Haltestellen, was nach Angaben des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) Spandau zu gefährlichen Konflikten führt, besonders zu Stoßzeiten. Der ADFC fordert daher eine neue Streckenführung, um die Sicherheit zu erhöhen. Eine potenzielle Lösung, die im Mobilitätsrat diskutiert wird, ist der Bau einer gläsernen Brücke über die Haltestellen, die den Radverkehr sicher über die denkmalgeschützten Mauern der alten BVG-Treppenanlage leiten soll. Diese Brücke wäre etwa drei Meter breit und hätte Glaswände, während Fußgänger weiterhin ungehindert Zugang zu den Haltestellen haben sollen. Die Umsetzung solcher baulichen Ansätze hängt jedoch stark von der Finanzierung ab und ist frühestens ab 2027 möglich.

Aktuelle Entwicklungen und Anforderungen

Die Situation rund um den Rathausplatz bleibt angespannt, insbesondere wegen des starken Busverkehrs an Berlins größtem Busknotenpunkt. Leserkommentare bezeichnen die Bedingungen für Radfahrende als „Hölle auf Erden“. Laut dem ADFC ist eine bauliche Lösung dringend erforderlich. Weitere geplante Maßnahmen am Rathausplatz umfassen die Erneuerung des Marktplatzes im Jahr 2026 und den Bau eines neuen Fahrstuhls zum U-Bahnhof nach 2030.

[rbb24] berichtete über die neue Regelung auf der Neuen Kantstraße, während [Entwicklungsstadt] ausführlich die Problematik am Rathausplatz und die Forderungen zur Verbesserung der Radwege darlegt.