
Das Denkmal von Lambert Steinwich in Stralsund wurde erfolgreich restauriert und kehrt nach umfangreichen Arbeiten nach einem Aufenthalt in Berlin zurück. Wie die Ostsee-Zeitung berichtet, verzögerte sich die Rückkehr des Denkmals über das ursprünglich geplante Jahresende hinaus. Die Bronzeskulptur, die an den ehemaligen Bürgermeister Lambert Steinwich (1571–1629) erinnert, wurde 1904 vom Bildhauer Wilhelm Jacobi geschaffen und steht seitdem am Wulflamufer, wo sie über den Frankenteich in Richtung Altstadt blickt.
Die Restauratorin Bernd Helmich und sein Team haben in ihrer Werkstatt an der Bronzeskulptur gearbeitet, wobei bis zu zehn Mitarbeiter an der Reinigung und Konservierung beteiligt waren. Über 120 Jahre alte Gips-, Kalk- und Rußablagerungen, die die Bronze gefährdeten, wurden vorsichtig mit einem Skalpell entfernt, um die Substanz nicht zu schädigen. Auf eine Beschichtung wurde verzichtet, um die ursprüngliche Ästhetik des Denkmals zu bewahren. Die Gesamtkosten der Restaurierung beliefen sich auf 23.500 Euro.
Details der Restaurierung
Zusätzlich zur Skulptur wurde auch die Schrifttafel des Denkmals gereinigt. Ursprünglich musste die Skulptur am 15. Oktober abgebaut und zur Reinigung in die Werkstatt transportiert werden. Im Laufe der Arbeiten wurden ebenfalls Löcher und Verbindungsnähte geschlossen. Der Sockel des Denkmals war bereits 2022 restauriert worden und erforderte keine weiteren Arbeiten.
Das Denkmal steht beispielhaft für die Abwehr der Belagerung Stralsunds im Jahr 1628 durch Wallenstein und hat sowohl historische als auch kulturelle Bedeutung für die Stadt. Nach Abschluss der Arbeiten wird die frisch restaurierte Skulptur voraussichtlich im Dezember wieder auf ihren Sockel zurückkehren, wie stralsund.de berichtet.