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Am 08. Januar 2025 berichtet die Polizei von mehreren Raubüberfällen in Hamburg, die zwischen dem 07. Januar 2025, zwischen 08:30 Uhr und 13:30 Uhr, stattfanden. Betroffen sind insgesamt drei Seniorinnen und ein Senior, die alle Opfer unseriöser Anrufer und vermeintlicher Polizeibeamter wurden.
Der erste Vorfall ereignete sich, als eine 84-Jährige einen Anruf von einem angeblichen Bankmitarbeiter erhielt. Im Verlauf des Gesprächs forderte ein „Polizeibeamter“ sie auf, ihre Wertgegenstände sowie ihre Bankkarte herauszugeben. Laut der Täterbeschreibung handelte es sich um einen schlanken Mann mit einer Größe zwischen 175 und 180 cm, mittelblonden Haaren, der eine graue Jacke trug und eine Brille trug.
Weitere Übergriffe auf Seniorinnen und einen Senior
Im zweiten Vorfall wurde eine 88-Jährige sowie ein 91-Jähriger von einem Mann besucht, der sich als Polizeibeamter ausgab. Er forderte Bargeld und Schmuck von den beiden Senioren. Hier beschreibt die Polizei den Täter als ca. 180 cm groß, schlank, mit nach hinten gegelten Haaren und dunkler Oberbekleidung.
Die dritte Seniorin, eine 89-Jährige, erhielt einen Anruf von einer vermeintlichen Bankmitarbeiterin. Ein junger Mann gab sich als Polizeibeamter aus und verlangte Bargeld sowie Schmuck. Der Täter wurde als 25 bis 30 Jahre alt, schlank und mit südländischem Erscheinungsbild beschrieben, und trug dunkle Jeans sowie eine dunkle Schiebermütze.
In einer anderen Meldung berichten die NDR, dass ein 70-jähriger Rentner in Hamburg ebenfalls Opfer von Betrügern wurde, die sich als Polizeibeamte ausgaben. Die Täter erbeuteten von ihm mehrere Goldbarren im Wert von über einer Million Euro. Sie setzten den Rentner unter Druck, indem sie ihm vorgaukelten, dass bei einem festgenommenen Einbrecher ein Hinweis auf einen geplanten Raub des Rentners gefunden worden sei. Daraufhin wurde er aufgefordert, seine Wertsachen von der Bank zu holen und übergab einem Mann in Altona die Tasche mit den Goldbarren.
Die Hamburger Polizei hat aktuell 370 Fälle von Betrug mit falschen Amtspersonen in diesem Jahr registriert. In etwa jedem zehnten dieser Fälle hatten die Betrüger Erfolg. Neben den bisherigen Vorfällen warnt die Polizei auch vor falschen Wohnungsanzeigen, die bereits 130 Menschen betroffen haben. Schockanrufe ziehen zunehmend die Aufmerksamkeit der Polizei auf sich, im vergangenen Jahr erbeuteten Betrüger in Hamburg vier Millionen Euro.
Die Polizei bittet in diesem Zusammenhang um Hinweise und ermutigt Zeugen, sich unter 040/ 4286 – 56789 zu melden. Darüber hinaus erinnert sie die Öffentlichkeit an wichtige Warnhinweise: Keine telefonischen Anfragen nach Vermögen zu beantworten und keine Vermögenswerte an Unbekannte zu übergeben. Bei Verdacht sollte das Telefonat sofort beendet und die Polizei zurückgerufen werden. Zudem wird empfohlen, mit Vertrauenspersonen zu sprechen und keine vollständigen Namen im Telefonbuch einzutragen.
Die Kriminalstatistik zeigt, dass in Stormarn im Jahr 2022 fünf Raubüberfälle in Wohnungen verzeichnet wurden, alle konnten aufgeklärt werden. In 60 Prozent der Fälle handelte es sich um versuchte Straftaten. Im Vorjahr waren es sieben Raubüberfälle, die ebenfalls zu 100 Prozent aufgeklärt wurden. Nachrichten.de und NDR berichteten über die Vorfälle.