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Betrugswarnung: 34% der Fahrprüflinge scheitern in Hessen!

In Hessen haben im vergangenen Jahr 34 Prozent der Prüflinge den praktischen Teil der Führerscheinprüfung nicht bestanden. Dies geht aus aktuellen Berichten hervor, die auch auf besorgniserregende Betrugsversuche in der theoretischen Führerscheinprüfung hinweisen. Uwe Herrmann, der Leiter der Technischen Prüfstelle beim TÜV Hessen, hebt hervor, dass Unwissenheit unter den Prüflingen eine ernsthafte Gefahr darstellt. Besonders in Deutschland, wo es häufig keine Geschwindigkeitsbegrenzung gibt, kann fehlendes Wissen zu einem höheren Risiko im Straßenverkehr führen, wie [fr.de](https://www.fr.de/hessen/betrug-bei-theoretischer-fuehrerscheinpruefung-tuev-warnt-zr-93648190.html) berichtet.

Im Jahr 2024 wurden in Hessen 245 Betrugsversuche bei theoretischen Führerscheinprüfungen aufgedeckt – 64 mehr als im Vorjahr. Herrmann schätzt, dass die Aufdeckungsquote für Betrugsversuche zwischen 10 und 20 Prozent liegt. In vielen Fällen kommen Betrugstechniken wie winzige Kameras, Ohrknöpfe, vorgeschickte Doppelgänger oder Spickzettel zum Einsatz. Die Deutsche Verkehrswacht warnt, dass fehlendes Wissen zu einem erhöhten Unfallrisiko führen kann. Häufig wird kritisiert, dass viele Fahrschüler nicht mit der nötigen Ernsthaftigkeit in ihre Fahrausbildung gehen. Die theoretische Fahrausbildung umfasst essenzielles Wissen über Verkehrszeichen, sicheres Verhalten, die Einschätzung von Verkehrssituationen und Risikobewertung.

Ein Anstieg in der Anzahl der Prüflinge und Betrugsversuchen

Im Jahr 2023 absolvierten fast zwei Millionen Kandidatinnen und Kandidaten die theoretische Führerscheinprüfung in Deutschland, was einem Anstieg von 8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Zum ersten Mal überschritt die Zahl der Theorieprüfungen für den Autoführerschein die Millionenmarke. Gleichzeitig erreichten die Anteile nicht bestandener Prüfungen sowie die Zahl der aufgedeckten Betrugsversuche mit 2.711 Fällen im Zeitraum von Januar bis September Rekordwerte, wie [auto-motor-und-sport.de](https://www.auto-motor-und-sport.de/verkehr/fuehrerschein-pruefung-2023-v1/) berichtet.

Im Laufe des Jahres 2023 kam es zu einer Durchfallerquote von 49 Prozent in der Theorieprüfung für den Autoführerschein, was 7 Prozentpunkte über dem Durchschnitt liegt. Auch die praktischen Prüfungen verzeichnen eine steigende Durchfallerate: 42 Prozent der Prüflinge in der praktischen Prüfung Klasse B haben nicht bestanden. Die durchschnittliche Durchfallerquote aller Klassen liegt bei 30 Prozent. Diese Entwicklungen verdeutlichen den dringenden Bedarf an besserer Verkehrserziehung und Fahrausbildung, so der TÜV-Verband.