
Im Jahr 2021 ereignete sich eine tragische Explosion in Hamburg-Barmbek, bei der ein Mann sich selbst in die Luft sprengte. Laut entwicklungsstadt.de erhielt diese Explosion weitreichende Folgen, insbesondere für das historische Büro- und Gewerbehaus an der Hamburger Straße 180, das im Jahr 1902 erbaut wurde und durch die Detonation erheblich beschädigt wurde.
Der Vorfall führte dazu, dass Teile des Gebäudes einstürzten, während die Explosion Trümmer auf der Hamburger Straße und den Gleisen der U-Bahn-Linie U3 verstreute. Anwohner und Gewerbemieter standen vor dem Verlust ihrer Arbeitsräume. Etwa zehn gewerbliche Mieter waren betroffen, darunter das Hamburger Architekturbüro SKAI, das Lagerräume in dem Gebäude angemietet hatte.
Neues Bauprojekt: Hilken’s Brooklyn Lofts
In der Folge wurde der Entschluss gefasst, das zerstörte Gebäude durch ein modernes Büro- und Gewerbegebäude namens „Hilken’s Brooklyn Lofts“ zu ersetzen. Der Neubau wird nach Plänen des Hamburger Architekturbüros SKAI realisiert und umfasst drei Vollgeschosse sowie zwei Staffelgeschosse mit Dachterrassen. Eine Tiefgarage mit 30 Stellplätzen ist ebenfalls vorgesehen. Der Entwurf des Gebäudes orientiert sich an amerikanischen Loftbauten, mit großflächigen Fenstern und dunklen Aluminiumprofilen.
Der Quadratmeterpreis für die neuen Mietflächen liegt bei 18 Euro, was dem ortsüblichen Niveau für Neubauten entspricht. Ein Gutachten der Hamburger Feuerkasse stellte fest, dass 55 Prozent der ursprünglichen Struktur einsturzgefährdet waren. Die Fertigstellung des Neubaus ist für das dritte Quartal 2026 geplant, und erste Mietinteressenten, darunter ehemalige Nutzer des alten Gebäudes, haben bereits ihr Interesse bekundet.
Zu den dramatischen Umständen der Explosion berichtete barmbek-sued.de, dass die Explosion durch einen Bewohner des Gebäudes verursacht wurde, der sich das Leben nehmen wollte. Dies führte dazu, dass das Gebäude als einsturzgefährdet eingestuft wurde. Bewohner mussten das Gebäude viele Wochen lang nicht betreten, während Sicherheitsdienste die Ruine bewachten. Einige Anwohner berichteten zudem von Einbruchsversuchen in die leerstehenden Wohnungen.
Gesamt betrachtet stellt die Explosion einen der größten Versicherungsfälle in Hamburg seit dem Zweiten Weltkrieg dar, wie Eigentümer Cord Hilken betonte. Der Neubau soll nun auf den verwüsteten Fundamenten des alten Gebäudes entstehen und umfasst eine Bruttogrundfläche von rund 5.300 Quadratmetern sowie 15 Einheiten mit Flächen von 145 bis 350 Quadratmetern.