
In Norddeutschland ist die A 1 eine zentrale Verkehrsachse, die die Städte Hamburg und Lübeck sowie die Ostsee miteinander verbindet. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Geschwindigkeitsmessstelle bei Kilometer 127,0 in Fahrtrichtung Hamburg, in der Nähe der Abfahrt Bad Oldesloe. Dort ist eine fest installierte Geschwindigkeitsmessanlage vorhanden, die oft von Autofahrern übersehen wird, da die Strecke eine gerade und breite Fahrbahn mit gutem Verkehrsfluss bietet. Das Tempolimit von 120 km/h wird häufig missachtet.
Wie anwalt.de berichtete, ist die Messanlage auf einer Brücke montiert und von Schallschutzwänden sowie Verkehrseinrichtungen flankiert. An dieser Stelle kommt das PoliScan Speed-System der Firma Vitronic zum Einsatz, ein modernes Laserscanner-System, das kontaktlos und mehrspurig Geschwindigkeitsmessungen durchführt. Herausforderungen bei der Genauigkeit der Messung können durch die gleichzeitige Erfassung mehrerer Fahrzeuge entstehen.
Technologische und rechtliche Aspekte
Die exakte Montage und Ausrichtung des PoliScan Speed-Systems sind entscheidend für die Messgenauigkeit. Laut dem Bericht können äußere Einflüsse wie Erschütterungen, Wind und Temperaturschwankungen die präzise Ausrichtung beeinträchtigen. Zudem kann lückenhafte Dokumentation von Wartung und Eichung der Messgeräte die rechtliche Gültigkeit der messbaren Geschwindigkeitsübertretungen gefährden.
In vielen Fällen unterstützt Fachanwalt Dr. Maik Bunzel, der sich auf die Prüfung und Anfechtung von Geschwindigkeitsmessungen spezialisiert hat, betroffene Autofahrer. Er hat in zahlreichen Angelegenheiten nachgewiesen, dass Messungen ungenau waren oder formale Anforderungen nicht erfüllt wurden. Darüber hinaus werden die Kosten für eine anwaltliche Prüfung und ein Sachverständigengutachten in der Regel von der Rechtsschutzversicherung abgedeckt.
Wie bussgeldkatalog.org hervorhob, sind Geschwindigkeitsüberschreitungen die häufigsten Ordnungswidrigkeiten im Verkehrsrecht, was sich in entsprechenden Bußgeldern und Punkten niederschlägt. Autofahrer sollten sich bewusst sein, dass die Polizei verschiedene Blitzer einsetzen kann, darunter das PoliScan Speed-System. Die damit verbundene Technik nutzt LIDAR zur präzisen Geschwindigkeitsmessung und erfordert Beachtung der vorgeschriebenen Abstände, um Messabweichungen zu vermeiden.
Die Bußgeldtabellen für Geschwindigkeitsüberschreitungen sind klar geregelt und reichen von 20 Euro für eine Überschreitung von bis zu 10 km/h bis zu 800 Euro bei gravierenden Übertretungen von über 70 km/h. In der Regel wird ein Fahrverbot erst bei zweifacher Geschwindigkeitsüberschreitung von 26 km/h oder mehr innerhalb eines Jahres ausgesprochen. Die rechtlichen Rahmenbedingungen und Strafen sind somit wichtig zu beachten, um unangenehme Folgen zu vermeiden.