
Am 24. Februar 2025 fand im Kreishaus Wetzlar ein Treffen auf Einladung von Verkehrsminister Kaweh Mansoori statt, an dem Vertreter aus Kommunalverwaltungen, dem Landtag, dem Bundestag sowie von verschiedenen Behörden und der Autobahn GmbH des Bundes teilnahmen. Das zentrale Thema war der Erhalt der Behelfsausfahrt an der A45 zum Abfallwirtschaftszentrum Aßlar.
Der Ausbau der A45 zur sechsspurigen Autobahn hat zur Folge, dass die Abfahrt „Am Behlkopf“ wegfallen soll. Sollte dies geschehen, schlagen täglich etwa 200 LKW den Weg durch Aßlar ein, was Anwohnerbelastungen und erhöhten Verkehr zur Folge hätte. Landrat Carsten Braun wies auf die regionalen Auswirkungen hin und unterstrich die Belastungen für die Bürger. Aßlarer Bürgermeister Christian Schwarz äußerte Besorgnis über den zusätzlichen Verkehr und die Auswirkungen auf Feuerwehr und Rettungsdienste. Zudem kritisierte der Bürgermeister von Ehringshausen, Jürgen Mock, die unzureichende Berücksichtigung der Bürgeranliegen.
Gesetzliche Vorgaben im Fokus
Die Behelfsausfahrt wurde bereits Ende 2024 geschlossen, und das Bundesverkehrsministerium sowie die Autobahn GmbH berufen sich auf gesetzliche Vorgaben für diese Entscheidung. Gerhard Rühmkorf vom Bundesministerium betonte die Sicherheit des schnellfahrenden Verkehrs. Es gab eine Diskussion über die Flexibilität des Gesetzes und wie wichtig der Erhalt der Ausfahrt für den Deponieverkehr ist. Landrat Braun machte darauf aufmerksam, dass die Deponie weitere 50 Jahre betrieben werden kann.
Trotz der Argumente für den Erhalt der Ausfahrt zeigte sich der Bund unbeeindruckt. Landrat Braun hofft auf ein Überdenken der Haltung des Bundes. Verkehrsminister Mansoori forderte eine pragmatische Lösung oder eine Bundesratsinitiative, um die Situation zu klären.
Zusätzlich wird der Bundesverkehrsminister aufgefordert, sich für den Erhalt der Autobahnausfahrt Behlkopf an der A45 einzusetzen, um den Verkehr von der stark frequentierten Ortsdurchfahrt Aßlar fernzuhalten. Die Nutzungsmöglichkeit der Autobahnausfahrt Behlkopf läuft am 31. Dezember 2024 aus. Nach diesem Zeitpunkt könnten viele LKW der Abfallwirtschaft nicht mehr über diese Ausfahrt fahren und stattdessen durch den Stadtverkehr Aßlar geleitet werden. Dies könnte zu erheblichen Verkehrsstörungen, Umweltbelastungen und starken Belastungen der Anwohner führen. Daher wird nach Maßnahmen gefordert, um die Abfahrt „Behlkopf“ an der A45 zu erhalten oder neu zu erstellen, wie auf [change.org](https://www.change.org/p/erhalt-der-autobahnausfahrt-behelfsausfahrt-behlkopf-der-a45) berichtet wird.
Für weitere Details zu den Entwicklungen und den Kernforderungen siehe auch [lahn-dill-kreis.de](https://www.lahn-dill-kreis.de/news/dass-taeglich-hunderte-lkw-durch-asslar-fahren-kann-nicht-die-loesung-sein/).