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In Heidenau: Rollstuhlfahrer erobern die Simracing-Welt!

Maximilian, ein 26-jähriger Rollstuhlfahrer aus Erfurt, hat beim Simracing kürzlich einen bemerkenswerten Sieg errungen. Sitzend im Rollstuhl und ausgestattet mit einem Controller, überwältigte er die Konkurrenz trotz seiner Behinderung, die durch spastische Tetraparese bedingt ist. Diese Erkrankung führt zu motorischen Einschränkungen und beeinträchtigt seine Fähigkeit, seine Beine zu bewegen.

Früher war Maximilian ein aktiver Leichtathlet, musste jedoch seine Wettkampfklasse aufgeben, was seinen Traum von einer Teilnahme an den Paralympics in Paris zum Kippen brachte. Trotz dieser Rückschläge setzt er sich unermüdlich für seine Leidenschaft ein und fand während der Corona-Pandemie den Weg ins Simracing. Zu dieser Zeit suchte er nach individuellen Lösungen, um seine Behinderung zu berücksichtigen.

Engagement des Heidenauer Slotracer-Vereins

Der Heidenauer Slotracer-Verein hat ein innovatives Konzept entwickelt, um Menschen mit Behinderungen im Simracing eine einheitliche und finanzierbare Plattform zu bieten. Maximilian kam vor zwei Jahren mit dem Vereinsvorsitzenden René Köhler auf der Simracing-Expo in Dortmund in Kontakt, wo er die schnellste Zeit fuhr. Der Verein plant den Bau von Prototypen für besondere Simracing-Ausrüstungen und benötigt dafür 100.000 Euro. Momentan hat der Verein etwa 20.000 Euro gesammelt, einschließlich 3.000 Euro von ihrem Jahresverein.

Obwohl der Kreissportbund den Verein moralisch unterstützt, fehlen die finanziellen Mittel. Der Slotracer-Verein hat jedoch bereits einen Weltrekord im Simracing aufgestellt und betreibt in Heidenau 15 Simracing-Plätze sowie eine analoge Bahn. Köhler hebt die Bedeutung der Unterstützung für Menschen mit Behinderungen hervor und deren positive Auswirkungen.

Maximilians frühe Erfahrungen im Kartsport mit seinem Vater haben ihn stark geprägt. Nach jedem Simracing-Rennen wechselt er vom Computerstuhl zurück in seinen Rollstuhl, was die Herausforderungen seiner Situation deutlich macht.

Über spastische Tetraparese

Spastische Tetraparese, unter anderem bekannt aus Maximilians Diagnoseschilderung, ist eine motorische Störung, die durch Schädigungen des Gehirns vor, während oder nach der Geburt entsteht. Die Symptome können motorische Störungen, Anfälle und kognitive Beeinträchtigungen umfassen, wie auf der Website von [stop-cp.org](https://www.stop-cp.org/krankheitsuebersicht/) beschrieben. Diese Form der Cerebralparese führt oft zu einer Beeinträchtigung aller Gliedmaßen und kann auch mit anderen Herausforderungen wie einer Mikrozephalie verbunden sein.